Kirchen-Sex: Polizei sucht "Ohrenzeugen"

Rennertshofen - Nachdem ein junges Paar in der Kirche beim Sex erwischt worden war, sucht die Polizei jetzt nach Zeugen: Sie fragt Kirchgänger, wer sich durch die Liebesspiel-Geräusche während der Messe gestört fühlte. 

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So schüchtern waren sie vorher nicht: Sowohl der 26-jährige Polizist als auch seine mutmaßliche Partnerin (22) schweigen zu den Vorwürfen, während der Silvestermesse in einer Rennertshofener Kirche Sex gehabt zu haben. Jetzt sucht die Kriminalpolizei nach Zeugen des Vorfalls. Insbesondere interessiert die Fragen, ob und wie sehr die Geräusche des Liebesspiels auf der Kirchenempore den Gottesdienst gestört haben. "Wir sind sehr daran interessiert, den Tatbestand nachzuweisen", so Hans-Peter Kammerer, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Nord gegenüber unserem Portal.

Die Polizei hat die 22-jährige Tatverdächtige am Dienstag wegen des Vorwurfs der Störung der Religionsausübung vernommen. "Sie will dies weder bestätigen noch bestreiten“, sagte Kammerer. Zudem wolle sich die junge Frau einen Anwalt nehmen. 

Mit ihrem Schweigen verhält sie sich ebenso wie der 26-Jährige, der nach dem Bekanntwerden des "Kirchenakts" vom Dienst suspendiert worden war.

Der Vorfall hatte sich während der Andacht am Silvestermorgen in der katholischen Kirche St. Johannes Baptist in der kleinen Gemeinde im Kreis Neuburg-Schrobenhausen ereignet. Kirchenbesucher hatten plötzlich Stöhnen und Gekicher von der Empore vernommen. Neugierig stieg eine Gläubige hoch – und erstarrte angesichts eines innig ineinander verschlungenen Pärchens. Das versuchte zu fliehen, lief aber dem Mesner in die Arme, der den nahe der Kirche wohnenden Polizisten sofort erkannte, nicht aber seine Geliebte. Die 22-Jährige war von der Polizei als Verdächtige ermittelt worden.

Der Fall hatte weltweit für Interesse der Medien gesorgt. Das sei aber mittlerweile abgeflaut, wie Pressesprecher Kammerer erklärt.

Der 26-Jährige hat sich zu Hause verkrochen. Noch an Neujahr wurde der Polizeiobermeister vom Dienst suspendiert, ihm drohen bis zu drei Jahre Haft. Er soll bei den Sex-Spielchen zudem betrunken gewesen sein.

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