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Kirchliche Flüchtlingshelfer in Bayern gründen Verein

Vernetzung von Flüchtlingshelfern

Kirchliche Asylhelfer in Bayern gründen Verein

Ein neu gegründeter Verein in Bayern will kirchliche Flüchtlingshelfer vernetzten und sich in Asyldebatten einschalten. Kirchenasyl möchte der Verein jedoch nicht vermitteln.  

Nürnberg - Ein neuer Verein in Bayern will evangelische und katholische Flüchtlingshelfer vernetzen und sich stärker in die Debatte um Asyl und Migration einschalten. Die Aufgabe der Organisation bestehe aber nicht in der Vermittlung von Kirchenasyl für Geflüchtete, betonte der designierte Geschäftsführer Stephan Theo Reichel am Donnerstag bei der Gründungsversammlung des Vereins Matteo in Nürnberg. Es gehe darum, Flüchtlingen und deren Helfern ein Forum für Austausch zu bieten.

Zugleich werde der Verein herausstellen, wieso Kirchenasyl in Bayern nötig sei, sagte Reichel. Ein Grund seien Abschiebungen nach Bulgarien, wo „unglaubliche Zustände“ herrschten. „Viele Flüchtlinge sagen: „Das ist nicht Europa“ - und nach dem, was ich höre, würde ich das auch so einschätzen“, ergänzte Reichel. „Das wollen wir bald in aller Deutlichkeit thematisieren.“

Zudem wolle sich der Verein für die endgültige Einstellung von Abschiebungen nach Afghanistan einsetzen. Zu den Aufgaben von Matteo soll auch ein Projekt gehören, in dem Flüchtlinge aus dem Land ein Konzept für ein friedliches Afghanistan entwickeln sollen.

Dem ökumenisch ausgerichteten Verein liegen bereits 50 Anmeldungen von Geistlichen und Ehrenamtlichen vor, zudem sind Klöster und Kirchengemeinden beigetreten. Matteo will nach eigenen Angaben deutschlandweit aktiv sein.

dpa

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