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Karl Heinz Laudenbach - Ex-Oberbürgermeister von Bad Kissing - hat zugegeben, eine Immobilien-Provision kassiert zu haben.

430.000 Euro für Immobilien

Bad Kissinger EX-OB gibt hohe Provisionen zu

Würzburg - Jetzt ist es offiziell: Karl Heinz Laudenbach - Ex-Oberbürgermeister von Bad Kissing - hat eine Immobilien-Provision kassiert - allerdings erst nach seiner Amtszeit.

Der frühere Bad Kissinger Oberbürgermeister Karl Heinz Laudenbach hat am Mittwoch vor Gericht eingeräumt, für ein umstrittenes Immobiliengeschäft eine Provision von mehr als 430 000 Euro erhalten zu haben. Das Geld sei jedoch erst nach seiner Amtszeit geflossen, hieß es in einer von Laudenbachs Anwalt verlesenen Erklärung.

Der Ex-Oberbürgermeister ist vor dem Würzburger Landgericht wegen Vorteilsannahme und Steuerhinterziehung angeklagt. Den Vorwurf der Vorteilsannahme wies Laudenbach zurück. Während seiner Zeit als OB sei nicht absehbar gewesen, dass Geld fließen wird, hieß es in der Erklärung. Der 56-Jährige räumte ein, dass das Geld nicht versteuert worden sei. Allerdings hätte er sonst bei der Steuererklärung auch seine Ausgaben gegenrechnen und absetzen können.

Der Kommunalpolitiker hatte den Kontakt zu russischen Investoren hergestellt, die 2008 das ehemalige Kurhotel Fürstenhof über eine Schweizer Firma von der Arbeiterwohlfahrt kauften. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm neben der Vorteilsannahme im Amt vor, er habe 317 000 Euro Steuern hinterzogen. Der ehemalige Kriminaldirektor Laudenbach war von 2002 bis 2008 Oberbürgermeister der Kurstadt. Er sitzt seit August in Untersuchungshaft.

dpa

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