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"Wir sind keine Spieltanten" steht auf dem Plakat einer Demonstrantin.

Kita-Streiks in Bayern in Zukunft immer freitags

München/Nürnberg - In den kommunalen Kindertagesstätten und Sozialeinrichtungen in Bayern werden die Beschäftigten künftig immer freitags streiken.

In dieser Woche nehmen die Erzieherinnen und Sozialarbeiter noch an den bundesweiten Aktionstagen teil. So legten nach Gewerkschaftsangaben am Dienstag rund 3700 Angestellte in mehr als 500 Einrichtungen ihre Arbeit nieder, um den Forderungen nach mehr Geld und einem besseren Gesundheitsschutz Nachdruck zu verleihen. Zentren der Proteste waren München und Nürnberg, wo sich mehr als tausend Demonstranten zu Kundgebungen versammelten.

An diesem Mittwoch sollen erneut Kitas vor allem in Mittelfranken geschlossen bleiben. "Wir haben verabredet, dass wir einen zentralen Streiktag in der Woche machen. Das wird der Freitag sein", kündigte ver.di-Fachbereichsleiterin Brigitte Zach in Nürnberg an. Los gehe es in der kommenden Woche (3.7.). Nach den Sommerferien will die Dienstleistungsgewerkschaft den Tarifkonflikt von den Ballungszentren in die Fläche tragen und den Druck auf die Politik erhöhen.

Bereits jetzt schlössen sich vermehrt Einrichtungen aus kleinen Kommunen an. Allerdings berichtete Zach auch von Gemeinden, die die Streikwilligen mit unzulässigen Drohungen vom Arbeitskampf abhielten. Die Hoffnung auf eine baldige Einigung in dem zähen Tarifkonflikt sieht ver.di zerschlagen. "Die Arbeitgeber haben sich bisher keinen Millimeter bewegt und haben schriftlich mitgeteilt, dass sie sich auch nicht bewegen wollen", sagte ver.di-Verhandlungsführer Achim Meerkamp.

Er bat um Verständnis für die Auseinandersetzung: Jetzt würden die tarifvertraglichen Bedingungen für die nächsten 15 bis 20 Jahre ausgehandelt, und angesichts des Nachwuchsmangels müsse der Erzieherberuf unbedingt attraktiver werden.

dpa

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