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Die Augsburger Bürger haben bei einem Bürgerentscheid gegen einen Tunnel am Königsplatz gestimmt.

Klares Nein zu Augsburger Tunnel

Augsburg - Die Augsburger haben sich beim Bürgerentscheid am Sonntag mit deutlicher Mehrheit gegen einen Tunnel unter dem Königsplatz ausgesprochen. Es ist ein wichtiger Erfolg für Oberbürgermeister Gribl.

73,9 Prozent der Wähler stimmten für das Ratsbegehren des Stadtrats. Dieser plant einen autofreien “Kö“ ohne die von einer Bürgerinitiative geforderte 135 Meter lange Untertunnelung. Auch bei der Stichfrage lag das Ratsbegehren mit 70,4 Prozent klar vorne. Die Initiative “Tunnel am Königsplatz statt Chaos in der Innenstadt“ bekam hingegen nur 31,9 Prozent der Ja-Stimmen und musste somit eine klare Niederlage hinnehmen. Außerdem erhielten die Tunnel-Befürworter nicht die nötige Mindestanzahl von 19 391 Stimmen.

Insgesamt waren rund 195 000 Augsburger zur Abstimmung aufgerufen, die Wahlbeteiligung lag bei 28,8 Prozent. “Ich bin erleichtert über das Ergebnis. So können wir unsere Pläne umsetzen“, sagte Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) nach der Bekanntgabe. Bereits im Dezember könnte der Stadtrat nun die Pläne für den Umbau des Königsplatzes verabschieden. Baubeginn wäre dann schon im Januar 2011.

Damit würde auch das Großprojekt “Mobilitätsdrehscheibe Augsburg“ vorangetrieben, das Gribl durch einen möglichen Tunnelbau gefährdet sah. Neben dem Umbau des “Kö“ zum autofreien Platz und dem Bau einer “vorsorglichen Entlastungsstraße“ durch die Fußgängerzone gehört auch der Umbau des Hauptbahnhofes dazu. Insgesamt werden 248 Millionen Euro in das Projekt investiert. Bund und Freistaat fördern die “Mobilitätsdrehscheibe“ mit rund 160 Millionen Euro. Dieser Betrag wäre bei einem Tunnelbau auf dem Spiel gestanden, sagte Gribl mehrfach. Denn das Projekt wäre vermutlich erst nach dem Auslaufen des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes im Jahr 2019 fertiggestellt und damit nicht mehr von den Subventionen abgedeckt worden.

dpa

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