Klimawandel in Süddeutschland

Sorge um zu viel und zu wenig Wasser

München - Der Klimawandel wird in Süddeutschland verstärkt Hoch- und Niedrigwasser mit sich bringen. 200 Experten wollen dieses Problem nun lösen. Ihnen geht es vor allem ums Trinkwasser.

Der Trend der vergangenen Jahre mit deutlich mehr Niederschlägen im Winter und weniger im Sommer werde künftig „gnadenlos fortgesetzt“, sagte der Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Paul Becker, am Donnerstag am Rande einer Konferenz in Würzburg zur Klimaveränderung und Konsequenzen für die Wasserwirtschaft. Das Symposium mit mehr als 200 Experten wird von den Ländern Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sowie dem Wetterdienst organisiert.

„Die Auswirkungen der Erderwärmung sind schon jetzt nachhaltig zu spüren“, sagte der rheinland-pfälzische Umweltstaatssekretär Thomas Griese. Die Umweltminister der drei Bundesländer sind sich deshalb einig, dass der Hochwasserschutz in den Ländern weiter verbessert werden muss. Das betreffe nicht nur Regionen mit Flüssen und Bächen. Auch in den Städten müsse auf den zunehmenden Niederschlag reagiert werden. „Die Abwassersysteme in den Städten müssen für die Zukunft gewappnet werden. Da ist noch fast nichts gemacht“, sagte Becker.

Doch nicht nur zu viel Wasser beschäftigt die Experten. Auch zu wenig Wasser macht ihnen Sorgen. Wegen zunehmender Trockenperioden sinke der Grundwasserspiegel in einigen Regionen Süddeutschlands. „Die Trinkwasserversorgung ist deshalb eines der zentralen Themen, um die wir uns kümmern müssen“, sagte Bayerns Umweltminister Marcel Huber (CSU). So sei es schon jetzt nötig, Trinkwasserverbünde zu schaffen. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass einzelne Versorger in Trockenzeiten kein Wasser mehr liefern könnten.

Es dürfe aber nicht nur auf die Veränderungen durch den Klimawandel reagiert werden, sagte Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne). „Die Bekämpfung des Klimawandels muss ebenso vorangetrieben werden.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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