Hat Knecht doch nicht die Bäuerin ermordet?

Nürnberg - Ein 25 Jahre alter Knecht steht wegen Mordes an seiner Chefin vor Gericht - doch Gutachter haben am Montag auch die Unfallversion des jungen Mannes nicht ausgeschlossen.

Es sei theoretisch durchaus denkbar, dass sich beim Fällen des Baumes ein Ast in einem Nachbarbaum verfangen habe und erst später zu Boden gestürzt sei, sagte ein Experte vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth.

Ein anderer Fachmann hatte ein Rindenstückchen untersucht, das in der Kopfwunde der 50 Jahre alten Bäuerin steckte. Anhand einer DNA- Analyse konnte er nachweisen, dass es tatsächlich von der gefällten Eiche und nicht von einem Nachbarbaum stammt.

Rechtsmediziner sagten aus, das Holz habe die Frau flächig getroffen. Das Verletzungsbild lasse aber keine Rückschlüsse darauf zu, ob der Prügel vom Angeklagten auf den Kopf der Frau geschlagen worden oder ob er herabgefallen sei. Auch die fehlenden Blutspritzer am Ort des Geschehens seien erklärbar: Bei minus 15 Grad kristallisiere Blut auf Schnee und werde etwa von Schuhsohlen weggetragen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 25-Jährigen vor, er habe seine Chefin im Januar 2009 bei Baumfällarbeiten erschlagen, um sich deren Hof unter den Nagel zu reißen. Dabei stützt sich die Anklage auf gefälschte Pachtverträge, in denen der junge Mann sich als Erbe eingetragen hatte. Die Urkundenfälschung räumte der Angeklagte ein, bestreitet aber den Mord, der ein Unfall gewesen sei.

dpa

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