Festnahme nach Inthronisation

König Koks: Drogenskandal um Nürnberger Faschingsprinz

Der ehemalige Nürnberger Faschingsprinz muss sich, wegen Drogenhandels mit Kokain, vor Gericht verantworten. Ihm könnte eine Freiheitsstrafe drohen. 

Nürnberg - Der ehemalige Nürnberger Faschingsprinz Oliver I. muss sich unter anderem wegen bandenmäßigen, unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vor Gericht verantworten. Die Anklage der Staatsanwaltschaft sei zugelassen worden, sagte ein Justizsprecher am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Der Prozess vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth beginne voraussichtlich am 28. September.

Ende Mai hatte die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den 37-Jährigen und zwei mutmaßliche Mittäter erhoben. Im Fall einer Verurteilung drohen ihnen Freiheitsstrafen jeweils zwischen 5 und 15 Jahren. Prinz Oliver I. war am 13. Januar, wenige Tage nach seiner Inthronisation, festgenommen worden.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Männer zwischen April 2016 und Januar 2017 in fünf Fällen Kokain in Mengen von 200 bis 500 Gramm von Spanien nach Deutschland brachten, um es hier weiterzuverkaufen. Der Ex-Faschingsprinz soll als Fahrer fungiert und die Lagerung der Drogen übernommen haben. Die beiden anderen Männer seien für den Weiterverkauf zuständig gewesen.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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