130 Jahre nach dem Tod des Königs

Ludwig-Forscher will Leichnam des Kini untersuchen lassen

München - 130 Jahre nach dem Tod von König Ludwig II. fordert der Berliner Geschichtsforscher Peter Glowasz die endgültige Klärung der Todesursache des Märchenkönigs.

Nach Überzeugung des 79-Jährigen kann durch eine virtuelle Autopsie - eine Durchleuchtung des Leichnams - festgestellt werden, „ob Ludwig erschossen wurde oder nicht“. Diese moderne Technik, die laut Glowasz in der Schweiz entwickelt wurde, könne bei geschlossenem Sarkophag eingesetzt werden. „So können wir endlich zu einem Ergebnis kommen, ohne die Totenruhe zu stören.“

Die Idee ist nicht neu. Doch diesmal will Glowasz sein Vorhaben mit allen Mitteln durchsetzen. Sollte das Haus Wittelsbach der Überprüfung des königlichen Leichnams nicht zustimmen, will Glowasz ein Volksbegehren in Bayern initiieren. „König Ludwig ist eine öffentliche Person, die auf der ganzen Welt geliebt wird. Die Menschen haben ein Recht darauf, zu erfahren, wie er zu Tode gekommen ist“, sagt der Autor und Verleger, der seit mehr als 35 Jahren das Ziel verfolgt, den Bayernkönig zu rehabilitieren.

Ludwig II. starb am 13. Juni 1886. Bis heute ranken sich zahlreiche Mythen um den Tod des „Kini“. Nach offizieller Version ertrank er im Starnberger See. Doch Glowasz ist davon überzeugt, dass Ludwig erschossen wurde. Das ehemalige Herrscherhaus der Wittelsbacher weist seit Jahrzehnten alle Forderungen zurück, den Sarg öffnen zu lassen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Lokführer verhindert Kollision von zwei Zügen am Ammersee
In Utting fahren zwei mit Schülern besetzte Züge auf demselben Gleis ein – Grund wohl unachtsamer Fahrdienstleiter. Der Vorfall erinnert an das Unglück von Bad Aibling.
Lokführer verhindert Kollision von zwei Zügen am Ammersee
Frau tot in der Wohnung - Polizei nimmt Ehemann fest
Ein 58-Jähriger wurde am Donnerstag in Schwandorf vorläufig festgenommen. Die Polizei fand seine Ehefrau tot in der gemeinsamen Wohnung und geht von einer Gewalttat aus.
Frau tot in der Wohnung - Polizei nimmt Ehemann fest
Ticket-Erlöse veruntreut: Ermittlungen gegen Fährmann am Chiemsee
Er soll Einnahmen aus dem Fährbetrieb veruntreut haben. Jetzt wird gegen einen Fährmann am Chiemsee ermittelt, der auch Mitglied im Gemeinderat und Zweiter Bürgermeister …
Ticket-Erlöse veruntreut: Ermittlungen gegen Fährmann am Chiemsee
Jugendlicher trägt Waffe im Hosenbund und löst Polizeieinsatz aus
Mehrere Waffen waren am Bahnhof auf einen Jugendlichen gerichtet, der eine Waffe in seinem Hosenbund trug. Dabei war die gar nicht so gefährlich, wie sie schien.
Jugendlicher trägt Waffe im Hosenbund und löst Polizeieinsatz aus

Kommentare