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Das Polizeifoto zeigt einen aufgeschlitzten Vorhang im Schloss Herrenchiemsee.

Fahndung nach "Museumsschlitzer"

Herrenchiemsee/München - Ein “Museumsschlitzer“ hat nach Ermittlungen des bayerischen Landeskriminalamts (LKA) “immensen“ Sachschaden im Königsschloss Herrenchiemsee angerichtet.

Wie die Beamten am Dienstag in München berichteten, wurden in drei Museumsräumen des Prachtbaus von König Ludwig II. auf der Chiemsee- Insel insgesamt sieben schwere Vorhänge zerschnitten. Bedienstete der Bayerischen Schlösser und Seenverwaltung entdeckten den Anschlag auf die Originalvorhänge aus der Zeit des Märchenkönigs (1845-1886) bei ihrem morgendlichen Rundgang durch das Schloss bereits am vergangenen Sonntag. Von dem Täter fehlte zunächst jede Spur.

Die Einschlitzungen an den kunstvoll mit Goldfäden verzierten Textilien reichten den Angaben zufolge bis in 2,30 Meter Höhe. Es wurden Schnittlängen von 50 Zentimetern gemessen. Nach Schätzungen von Restauratoren liegt der entstandene Schaden im sechsstelligen Bereich. “Der ideelle Wertverlust für das Schloss von König Ludwig II. ist immens“, bilanzierte das LKA.

Die Polizei in Prien und die Kriminalpolizei Rosenheim übernahmen die Ermittlungen am Ort des Anschlags. Beim LKA wurden Fahnder der Abteilung Kunst- und Sonderermittlungen mit den weiteren Untersuchungen beauftragt. Die Polizei rief die Bevölkerung zur Mithilfe bei der Suche nach dem “Schlitzer“ auf - insbesondere Besucher der Insel Herrenchiemsee, die am vergangenen Wochenende das Schloss besichtigten.

dpa

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