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Teilnehmer des Kötztinger Pfingstritts reiten am 09.06.2014 mit ihren Pferden nahe Bad Kötzting (Bayern).

Tausende Zuschauer

800 Reiter beim Pfingstritt in Bad Kötzting

Bad Kötzting - Am Pfingstritt im oberpfälzischen Bad Kötzting haben am Montag 831 Reiter und tausende Zuschauer teilgenommen. Die Prozession hat eine 600 Jahr lange Tradition.

Am traditionellen Pfingstritt im oberpfälzischen Bad Kötzting haben am Montag 861 Reiter und tausende Zuschauer teilgenommen. Bei strahlendem Sommerwetter begleitete auch der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, die Prozession. Der ehemalige Regensburger Bischof war dieses Jahr zum zehnten Mal dabei.

Organisator und Kurdirektor Sepp Barth freute sich am Montagnachmittag über den gelungenen Verlauf der Wallfahrt. Der Pfingstritt sei ein „großartiges Erlebnis und ein beeindruckendes Glaubensbekenntnis“ gewesen. Dass wegen der hohen Temperaturen etwas weniger Zuschauer kamen als erwartet, störte ihn nicht: „Unsere Prämisse ist das Glaubensbekenntnis, nicht die Jagd auf Rekorde.“ Die Polizei schätzte die Zahl der Besucher auf etwa 20.000.

Der Legende nach wurde im Jahr 1412 ein Priester, der zu einem Sterbenden nach Steinbühl unterwegs war, von mutigen Burschen vor Wegelagerern beschützt. Daraufhin gelobten die Männer, den Ritt jedes Jahr zu wiederholen.

Die Wallfahrt führt von Kötzting zur Kirche in der sieben Kilometer entfernten Ortschaft Steinbühl und ist eine der größten Reiterprozessionen Europas mit einer mehr als 600 Jahre langen Tradition. An dem Brauch dürfen nur „Männerleut“ teilnehmen, Frauen sind für das Fest und das Schmücken der Pferde mit Papierrosen zuständig.

dpa

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