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Merkur-Autor Martin Prem.

18 Menschen kamen ums Leben

Kommentar: Busunglück wäre wohl vermeidbar gewesen

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Auf dem Weg zum Gardasee verunglückt ein Bus in Nordbayern. 18 Menschen sterben, 30 weitere werden verletzt. Dabei wäre der Unfall offenbar vermeidbar gewesen.

Münchberg - Es ist erschütternd: 18 Menschen starben bei dem Busunfall auf der Autobahn bei Münchberg. 30 wurden verletzt. Keiner weiß bisher, was die Ursache war. Doch eines lässt sich sagen: Durch den Einsatz am Markt verfügbarer Assistenzsysteme wäre der Unfall wohl vermeidbar gewesen. Wenigstens wäre er glimpflicher ausgegangen. Erst seit 2015 müssen neue Busse mit einem Notbrems-Assistenten ausgerüstet sein. Beim Altbestand fragt keiner nach. Das wird noch für mehrere Jahre Menschenleben kosten.

Es ist passiert. Das Feuer hat offenbar so schnell um sich gegriffen, dass vielen der Opfer wohl nicht mehr zu helfen war. Dennoch kommt es bei Unfällen auf jede Sekunde an. Und ganz offensichtlich mussten sich die Retter wieder einmal durch den Rückstau quälen. Dabei ist die Sache einfach: Wer links fährt, lenkt schon bei der ersten Stockung ganz nach links. Alle anderen weichen nach rechts aus. So einfach schafft man eine Rettungsgasse.

Bei dem Busunfall in Münchberg kamen 18 Menschen ums Leben.

Dass offenbar auch auf der Gegenfahrbahn Autos abbremsten oder sogar stehen blieben, um möglichst viel vom Geschehen mitzubekommen, macht sprachlos. Wer an einer Unfallstelle vorbeikommt und nicht helfen kann oder will, hat dort nichts verloren. Es gibt für ihn nichts zu sehen und noch viel weniger zu fotografieren oder filmen.

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