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Merkur-Redakteur Dominik Göttler.

Lebensmittelhygiene

Kommentar: Hygienemängel in Bayerns Bäckereien offenlegen

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Da gibt es nun extra Kontrollen von Lebensmittelbetrieben - und sie bringen auch immer wieder Missstände zutage. Aber der Verbraucher erfährt davon oft nichts. Ein Kommentar von Dominik Göttler.

München - Erst die Foodwatch-Veröffentlichungen, jetzt der Jahresbericht des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit: Die Zahlen sind eindeutig, in Bayerns Bäckereien gibt es zu viele gravierende Hygienemängel – und das seit Jahren. Schon wieder Metallsplitter, Stecknadeln und Kabelstücke in Brot und Gebäck – als hätte es den Müller-Brot-Skandal nie gegeben.

Die hohe Beanstandungsquote ist ein Problem, das sich offenbar nur mit einer Prangerwirkung lösen lässt. Es ist an der Zeit für eine Gesetzesverschärfung, mit der Verbraucher nicht nur über Gefahren für die Gesundheit, sondern auch über gravierende Hygienemängel in Lebensmittelbetrieben informiert werden. Ja, das kann Arbeitsplätze gefährden und Unternehmen wirtschaftlich schaden. Aber ganz offensichtlich zeigen die verhängten Bußgelder und die verstärkten Kontrollen nur wenig Wirkung. Die strengere Regelung könnte sowohl die Landesregierung als auch das Bundesverbraucherministerium auf den Weg bringen. Allerdings muss erst noch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts abgewartet werden.

Eine Verschärfung würde aber nicht nur mehr Transparenz für den Verbraucher bedeuten. Sondern auch die Kontrollbehörden stärken, die sich immer wieder Kritik anhören müssen, warum sie die betroffenen Unternehmen trotz anhaltender Ekel-Funde nicht beim Namen nennen. Denn das wäre schmerzhafter als jedes Bußgeld.

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