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Kommentar: Wie der Staat beim Axt-Angreifer versagte

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München - Der Attentäter von Würzburg hätte gar nicht mehr in Deutschland sein dürfen. Warum der Staat bei ihm versagt hat und sich nun um die Sicherheit im Land kümmern muss: Ein Kommentar von Christian Deutschländer.

Der Axt-Attentäter von Würzburg beantragte offenbar in mehreren Ländern Asyl, hätte gar nicht in Deutschland bleiben dürfen. Die überforderten deutschen Behörden kümmerten sich aber nicht um seine Fingerabdrücke. Ein bitterer Beleg für das Staatsversagen im Sommer 2015. Der schnelle Schluss, an allem Übel sei Merkel schuld, wäre zu plump. Wahr ist aber: Ihre Politik war fahrlässig. Der Satz, man könne seine Grenze nicht schützen, führte dazu, dass man das viel zu lange auch nicht versuchte. Noch immer sind zahllose nicht registrierte, nicht ausreichend erkennungsdienstlich behandelte Flüchtlinge im Land. Das ist ein unerträglicher Zustand, auch und gerade dann, wenn man der festen Überzeugung ist, zumindest den aus unmittelbarer Lebensgefahr geflüchteten Menschen Schutz bieten zu wollen.

In Merkels Politik läuft seit diesem Jahr einiges in die richtige Richtung, wenn auch zu langsam. Kurioserweise verhindern vielleicht ihr Stolz, Kalkül oder die fortgesetzte Falschberatung all der abgehobenen Taubers und Altmaiers, die Kehrtwende zu benennen. Dieser Schritt, der die Basis für neues Vertrauen der Bürger legen könnte, fehlt. Die Menschen wissen, dass es keine hundertprozentige Sicherheit gibt, aber sie verlangen, dass ihr Staat, an der Spitze Merkel, alles Machbare dafür tut.

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