Gefahren werden unterschätzt

Kommentar zu Bergunfällen: Erfahrung ist lebenswichtig

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München - Ein toter und ein schwerverletzter Bergsteiger am Watzmann, ein toter Wanderer im Stubaital – wenn Kaiserwetter die Menschen wie am Wochenende in die Alpen lockt, vergessen viele, welche Gefahren die Natur dort birgt. Ein Kommentar von Peter T. Schmidt.

Ein unsicherer Tritt, ein Augenblick der Unaufmerksamkeit kann im ausgesetzten Gelände zum Sturz führen. Und wenn das Wetter umschlägt, wird die vermeintlich leichte Wanderung zum Fall für die Bergwacht.

Im Internet findet man eine Unzahl von Foren mit Tourenvorschlägen und -beschreibungen. Doch was der eine als „superleicht“ anpreist, kann den anderen überfordern. Einsteiger sind mit Touren aus der Fachliteratur besser bedient, weil dort objektive Maßstäbe angelegt werden.

Keine Frage: In den Alpen, zumal im Hochgebirge, kann man Natur so intensiv erleben wie kaum anderswo. Doch jeder möge sich kritisch fragen, ob er sich – und seinen Begleitern – das zutraut. Niemandem würde es einfallen, Menschen ohne Fahrunterricht mit dem Auto in den Großstadtverkehr zu schicken. Für die Alpen baucht man zwar keinen Führerschein, aber man sollte sich ihren Gipfeln behutsam nähern – am besten unter Anleitung erfahrener Freunde oder in der Obhut professioneller Führer. Damit man das Erlebnis nicht mit dem Leben bezahlt.

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