Hirnforscher untersucht Handynutzung

Kommentar: Die Whatsapp-Seuche

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München - Das Smartphone ist aus der modernen Welt nicht mehr wegzudenken. Das ist natürlich eine Binsenweisheit, die aber nicht davon entbindet, über das Ob und Wie nachzudenken. Ein Kommentar von Dirk Walter.

Man muss kein Kulturpessimist sein, um die gängige Smartphoneritis speziell der Schüler für bedenklich zu halten. Der Gruppendruck, sich beim Handy-Kurznachrichtendienst Whatsapp anzumelden, kann schon davon ausgeschlossene Fünftklässler in eine mittlere Sinnkrise stürzen. 12-/13-Jährige als „Nerds“ (Neudeutsch für Computerfreak – ursprünglich stand der Begriff übrigens für Schwachkopf) – das ist keine Übertreibung. Es gibt leider den Schüler, der bis zu 500 Whatsapp-Nachrichten täglich (!) empfängt. Kein Wunder, dass er sich nicht aufs Lernen konzentrieren kann, wenn dauernd das Smartphone piept.

Deshalb ist es sehr sinnvoll, dass der Ulmer Hirnforscher Manfred Spitzer in einem Großversuch an einem niederbayerischen Gymnasium die Handy-Nutzung nun wissenschaftlich hinterfragt. Die Annahme, dass Smartphones die Konzentration mindern, liegt leider nahe. Wischen und tippen mit Risiken und Nebenwirkungen sozusagen. In Zukunft weiß man das wohl genauer. Übrigens: Wahrscheinlich ist es nicht so bekannt, dass Whatsapp erst ab 16 erlaubt ist. So steht’s in den AGB’s. Aber wer darauf hinweist, gilt sowieso als hoffnungsloser Fall.

Rubriklistenbild: © Haag Klaus

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