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Knochenmarkspende: Jeder Einzelne zählt

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Sechs Millionen Registrierte für so viele, die ihren genetischen Zwilling dringend suchen: Die DKMS braucht nicht nur die mediale Aufmerksamkeit, sie braucht jeden Einzelnen, der sich typisieren lässt. Ein Appell von Katrin Woitsch.

In der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) sind weltweit sechs Millionen Menschen registriert. Das klingt nach einer großen Zahl – doch die Wahrscheinlichkeit, dass ein Leukämie-Patient unter sechs Millionen Menschen seinen genetischen Zwilling findet, ist winzig klein. Jeder Siebte hofft vergeblich auf einen geeigneten Stammzellenspender. Doch die Chancen steigen mit jedem Einzelnen, der sich registrieren lässt.

Wenn Vereine, Freunde oder Familien für Leukämiekranke Typisierungsaktionen organisieren, ist die Resonanz jedes Mal groß – besonders, wenn Kinder oder Jugendliche dringend eine Stammzellenspende brauchen, um zu überleben. Erst am Wochenende haben sich in Oberbayern mehrere tausend Menschen registrieren lassen, um drei kranken Jugendlichen zu helfen. Sie hätten ohne die Arbeit der DKMS wohl keine Chance auf eine lebensrettende Spende.

Die DKMS braucht ihre Geschichten, um Aufmerksamkeit auf ihre Arbeit zu lenken. Denn Millionen Menschen in Deutschland haben sich bisher noch nicht einmal mit dem Gedanken beschäftigt, sich in die Spenderdatei aufnehmen zu lassen. Weil sie das Glück haben, dass sie selbst, ihre Familie und ihre Freunde nicht mit der Krankheit konfrontiert wurden. Viele von ihnen hätten vielleicht anderen das Leben retten können. Jeder kann in die Situation kommen, selbst auf eine lebensrettende Spende angewiesen zu sein. Das sollte man sich bewusst machen – und sich dann registrieren lassen.

Die aktuellen Geschichten zu den Typisierungsaktionen in Freising für Noah und Niclas bzw. in Moosach für Lucas lesen Sie hier!

Rubriklistenbild: © Haag

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