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Claudia Möllers.

Erzbistum probiert neue Leitungsmodelle

Kommentar zum Marx-Plan: Zurück in die Zukunft

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München - Das Erzbistum probiert neue Leitungsmodelle. Hier lesen Sie den Kommentar von Claudia Möllers zum Plan von Erzbischof Reinhard Marx.

Das konnte nicht gut gehen. Auf den Priestermangel mit immer größeren Seelsorgeeinheiten zu reagieren, hat sich als Irrweg erwiesen. Immer weniger Priester sind für immer größere Pfarrverbände zuständig. Die überlasteten Seelsorger sind mit Verwaltungsaufgaben, Sitzungen und Besprechungen zugepackt. Für die Sorge um die Menschen bleibt immer weniger Zeit. Die Folgen: Die Identität der Kirche vor Ort geht verloren.

Kardinal Reinhard Marx zieht jetzt die Reißleine. „Ich habe gelernt“, räumt er ein. Respekt! Nach neun Jahren, in denen das Pastoralkonzept darauf angelegt war, die Zahl der Pfarrverbände an die Zahl der zur Verfügung stehenden Priester anzupassen. Jetzt sollen in drei Dekanaten neue Leitungsmodelle erprobt werden. Und siehe da: Ein Modell, das der Kardinal gleich nach seiner Amtsübernahme einkassiert hatte, erlebt eine Renaissance. Es geht um die Leitung durch Laien. Waren es unter Kardinal Wetter Laientheologen, die übergangsweise Pfarreien geleitet haben, wird das Modell nun weiterentwickelt. Teams aus Haupt- und Ehrenamtlichen sollen einen Pfarrverband leiten, damit sich der Pfarrer um die Seelsorge kümmern kann. Die Laien mit einzubeziehen, ist der richtige Weg. Heraus aus der Sackgasse und zurück in die Zukunft.

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