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Pflegekräftemangel: Mehr Anreize nötig

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Die Zahl der Pflegebedürftigen wächst, der Mangel an Pflegekräften wird immer größer. Doch um diese Herausforderung zu meisten wären viel mehr Anreize nötig. Ein Kommentar.

Die Prognosen sind beängstigend: Im Jahr 2060 werden in Deutschland 4,7 Millionen Menschen pflegebedürftig sein. Bis dahin werden hunderttausende Pflegekräfte fehlen. Es ist ein gewaltiges Problem, auf das unsere Gesellschaft zusteuert. Ein Problem, das lange bekannt ist. Trotzdem gibt es noch viel zu wenige Lösungsansätze.

Die Lücke im Pflegesystem zu schließen, ist keine Herausforderung der Zukunft. Schon jetzt ist die Versorgung vieler Pflegebedürftiger besonders in ländlichen Regionen extrem schlecht. Daran haben weder die jüngste Reform, noch der festgesetzte Mindestlohn etwas geändert. Projekte, die ausländische Fachkräfte gezielt nach Deutschland holen, sind sinnvoll und ein guter Ansatz. Aber das allein wird nicht reichen, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein.

Der Beruf der Alten- und Krankenpfleger muss viel attraktiver werden, um mehr Menschen für die Ausbildung zu gewinnen. Stipendien oder andere Förderungen wären ein erster Schritt. Die Anreize müssen aber auf jeden Fall größer sein als die Belastung, die in den nächsten Jahren zweifelsfrei auf die Pflegekräfte zukommen wird.

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