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Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Kommentar: Familienfreundlicher Arbeitsalltag ist noch nicht Realität

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Ein familienfreundlicher Arbeitsalltag ist noch nicht überall Realität. Dabei gibt es für Betriebe keine Ausreden, sich nicht mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu befassen. Ein Kommentar.

118 228 Babys kamen im vergangenen Jahr in Bayern zur Welt. So viele wie seit 15 Jahren nicht mehr. Das lässt sich als Zeichen dafür deuten, dass Bayern sehr kinderfreundlich ist. Aber auch als Signal, dass es viel zu tun gibt. Denn die meisten Mütter und Väter dieser 118 228 Babys werden es sich nicht leisten können, länger als ein Jahr aus dem Berufsleben auszusteigen. Sie sind auf Betreuungsangebote angewiesen – und auf die Unterstützung ihrer Arbeitgeber.

Ein familienfreundlicher Arbeitsalltag ist längst nicht überall Realität. Und noch immer ist der Spagat zwischen Beruf und Kindern eine Herausforderung, die vor allem Frauen meistern müssen. Natürlich kann nicht jedes Unternehmen Kinderbetreuungsplätze anbieten. Aber jedes Unternehmen kann die Bereitschaft zeigen, nach individuellen Lösungen zu suchen, um Arbeits- und Familienalltag vereinbar zu machen. Zum Beispiel durch flexible Arbeitszeiten oder -plätze. Es gibt entsprechende Beratungsangebote und Kooperationsmöglichkeiten – und damit eigentlich keine Ausreden für Betriebe, sich nicht mit dem Thema zu befassen.

Der Wunsch, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen, wird eher größer als kleiner werden. Auch mit Blick auf eine alternde Gesellschaft, in der immer mehr Menschen ihre Angehörigen pflegen müssen. Betriebe, die sich jetzt familienfreundlich aufstellen, werden in der Zukunft davon profitieren. Denn viele Angestellte werden ihren Arbeitgebern die Unterstützung mit Engagement zurückzahlen.

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