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Hofft auf Freiheit: Gustl Mollath.

Kommt er aus der Psychiatrie?

Mollath hofft auf Freilassung

Bayreuth - Der seit sieben Jahren gegen seinen Willen in der Psychiatrie untergebrachte Nürnberger Gustl Mollath hofft weiterhin auf den Erfolg seines Wiederaufnahmeantrags.

„Ich habe weiter die Hoffnung, dass die Gerechtigkeit siegt und sich die Wahrheit durchsetzen wird“, sagte Mollath am Donnerstag vor einem Anhörungstermin vor dem Landgericht Bayreuth.

Er soll seine Frau misshandelt haben

Mollath ist nach einem Urteil des Landgerichts Nürnberg seit 2006 in der Psychiatrie untergebracht, weil er seine Frau misshandelt haben soll. Die Vollstreckungskammer muss alljährlich prüfen, ob seine Unterbringung im Bezirksklinikum Bayreuth noch gerechtfertigt ist. Die Staatsanwaltschaft Regensburg und Mollath selbst haben inzwischen beantragt, das Nürnberger Verfahren neu aufzurollen. Dieser Wiederaufnahmeantrag wird derzeit vom Landgericht Regensburg geprüft - mit dem Bayreuther Termin vom Donnerstag hat er nichts zu tun.

Unterstützer optimistisch

Ein Unterstützerkreis von Mollath bewertetet die Bayreuther Anhörung vor der Vollstreckungskammer als reine Formalie, der auch Mollath selbst keine große Bedeutung beimesse. Im Vorjahr habe er deshalb seine Teilnahme an der Routine-Überprüfung abgelehnt. Ob die Bayreuther Richter noch am Donnerstag entscheiden, war offen.

Unterstützer Eduard Braun zeigte sich vor der Sitzung erstaunt, dass es so lange dauere, bis Mollath freikomme. „Ich habe neue Aspekte des Rechtsstaates erfahren müssen, die mich zutiefst beunruhigen. Es kann jeden treffen“, sagte Braun.

Brisant ist der Fall, weil Mollath 2003 seine Frau, weitere Mitarbeiter der HypoVereinsbank und 24 Kunden beschuldigt hatte, in Schwarzgeldgeschäfte verwickelt zu sein. Die Staatsanwaltschaft leitete keine Ermittlungen ein. Doch eine Untersuchung der Bank bestätigte inzwischen einige von Mollaths Vorwürfen.

dpa/lby

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