Konrektor klagt gegen Maßregelung nach Leserbrief

Augsburg - Darf ein Konrektor Umbaumaßnahmen seiner Schule in einem Leserbrief kritsieren? Nein, sagt die Regierung von Schwaben und erlässt eine disziplinarische Maßnahme. Dagegen wehrt sich nun der Mann.

Weil er in einem Leserbrief eine geplante Baumaßnahme an seiner Schule kritisiert hat, muss ein Konrektor aus Mindelheim (Landkreis Unterallgäu) mit einem Eintrag in seiner Personalakte rechnen. Gegen die disziplinarische Maßnahme der Regierung von Schwaben klagte der Mann am Donnerstag vor dem Augsburger Verwaltungsgericht, wie ein Gerichtssprecher sagte. Das Gericht müsse abwägen zwischen der Meinungsfreiheit des Konrektors und seiner Neutralitätspflicht als Beamter. Eine Entscheidung soll in den kommenden Tagen veröffentlicht werden.

In dem Leserbrief hatte der Konrektor beklagt, dem Förderzentrum werde eine Baumaßnahme aufgenötigt, „die niemandem von uns nützt“. Damit habe er möglicherweise den Eindruck erweckt, er spreche nicht als Privatmann, sondern für die Schule, erklärte der Gerichtssprecher. In der Zeitung habe unter dem Brief der Name des Schreibers und die Amtsbezeichnung „Konrektor“ gestanden.

dpa

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