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Das Unfallauto. Der Beifahrer hielt seinen Kopf aus dem Fenster

Kopf aus Autofenster gehalten - tot

Engelsberg - Weil er seinen Kopf aus dem Autofenster gestreckt hat, ist ein 19 Jahre alter Beifahrer bei einem Unfall in Engelsberg (Landkreis Traunstein) am Montagmorgen ums Leben gekommen.

"Markus, ich werde dich nie vergessen, Du warst und bist ein guter Freund“ Im Internet hat Markus S. (22) seinem Freund Markus M. diesen letzten Gruß gewidmet. In seinem Auto starb der 19-Jährige am frühen Montagmorgen: Er saß auf Markus S.’s Beifahrersitz, hatte den Kopf aus dem Fenster gesteckt. Der Kopf krachte gegen einen Telefonmast. Markus war sofort tot.

Markus S. aus Burghausen ist Zeitungsausträger in seinem Heimatlandkreis Altötting. Von der Firma kriegt er dafür ein Auto gestellt, mit dem er in der Nacht bis zum entlegendsten Bauernhof fährt. Eigentlich darf er im Auto niemanden mitnehmen. Diesmal aber hat er seinen Spezl Markus im VW Polo dabei, um sich die Zeit zu vertreiben auf der langen, einsamen Fahrt durch die Nacht. Markus M. kommt aus Emmerting (Kreis Altötting), er und der 22-Jährige waren heuer erst zusammen im Urlaub in Kroatien.

Auf der Landstraße im Gemeindegebiet Engelsberg (Kreis Altötting) kommt es gegen 3.35 Uhr zu dem Drama. Wie er später der Polizei erzählen wird, ist Markus S. am Steuer eingeschlafen. Genau in dem Moment, als sein Beifahrer den Kopf aus dem Fenster steckt. Der Polo rollt nach rechts von der Straße. Markus M.’s Kopf knallt gegen einen hölzernen Telefonmasten, schnellt zurück an das hintere Auto­fenster. Sein Freund ruft noch den Rettungsdienst – doch Markus ist tot.

Bilder vom Unfallort

Tödlicher Unfall in Engelsberg

Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft. Ist Markus S. wirklich eingeschlafen? Warum steckte Markus M. den Kopf aus dem Fenster? Gerüchten zufolge war ihm schlecht, er brauchte frische Luft. Fest steht: Der Fahrer hatte 0 Promille, ob Markus M. betrunken war, wird eine Obduktion klären.

Markus S.’s Chef sprach am Montag völlig schockiert mit der tz: „Wir sind alle fassungslos.“ Er konnte noch nicht mit seinem Fahrer reden – Markus S. steht unter Schock. Im Internet sah er sich am Montag Fotos seines toten Spezls an. Als „Tipp“ an seine Freunde hatte der einst geschrieben: „Genießt euer Leben, es ist viel zu kurz …“

A. Stinglwagner (tz)

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