Razzia in Augsburg: Terrorverdacht gegen drei Männer

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Kosmisches Schattenspiel

München - Am späten Nachmittag glimmt er kupferrot am Himmel: Der Erdtrabant erscheint bei der totalen Mondfinsternis am heutigen Samstag als schmale Sichel – das astronomische Spektakel gibt es erst wieder 2015.

Kosmisches Schattenspiel am Firmament: Der Vollmond taucht am Samstag in den Kernschatten der Erde ein – zum zweiten Mal in diesem Jahr. „Von der Beobachtung her ist es sehr schwierig. Leider bekommen wir nur einen Teil des Schattenspiels mit“, sagt Peter Sättmayer, Leiter der Bayerischen Volkssternwarte in München. Die Bayern werden diesmal keinen runden Blutmond zu sehen bekommen, sondern eine schmale kupferfarbene Sichel. Der Grund: Von der totalen MoFi ist nur noch die Endphase zu sehen – wenn der Trabant den Erdschatten schon wieder verlässt.

„Die totale Mondfinsternis ereignet sich von 15.05 bis 15.57 Uhr“, erklärt Kurt Motl, Leiter der Isartalsternwarte in Geretsried. Zu sehen ist das himmlische Verschiebespiel dann aber noch nicht: Der Mond geht in München erst um 16.18 Uhr auf. Doch zu diesem Zeitpunkt liegt er nur noch teilweise im dunklen Kernschatten. „In Berlin und Wien dagegen geht der Mond noch in der totalen Finsternisphase auf“, weiß Motl. Im Freistaat ist der Trabant eine Stunde lang am Nordost-Himmel zu bestaunen. Um 17.18 Uhr ist alles vorbei.

Für alle Astronomie-Freunde hat die Volkssternwarte in München ab 15 Uhr geöffnet – inklusive MoFi-Vortrag. Für einige Kollegen aus anderen Observatorien lohnt sich die Himmelbeobachtung allerdings nicht: Geschlossen bleiben die Sternwarten in Berg am Starnberger See, Geretsried, Augsburg, Buchloe und Ottobeuren im Allgäu.

Nicht gerade MoFi-freundlich präsentiert sich das Wetter. „Wir rechnen mit vielen Wolken und einem Misch-Niederschlag aus Regen und Schneeregen“, sagt Volker Wünsche, Meteorologe und Leiter des DWD München. Heißt: nasskaltes Wetter mit drei Grad für München und Umland, nördlich der Donau lockere eventuell die Wolkendecke auf. Bei klarem Himmel ist das Farbspiel mit bloßem Auge gut zu erkennen. MoFi-Guckern rät Stättmayer, sich mit einem Fernglas Richtung Nordosten zu stellen. Inklusive freier Sicht am flachen Horizont – um über Bäume und Häuser zum tief stehenden Mond zu schauen.

Vera Markert

Rubriklistenbild: © dpa

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