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Vermutlich wegen verunreinigten Trinkwassers wurden 20 Wanderer per Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen (Symbolbild).

20 kranke Wanderer mit Heli ausgeflogen

Kempten - Mit heftigen Magen-Darm-Beschwerden und Kreislaufbeschwerden sind nach Polizeiangaben insgesamt 20 Wanderer von zwei Allgäuer Berghütten in Kliniken ausgeflogen worden.

Die Wanderer sollen davor in der in den Allgäuer Alpen gelegenen Rappenseehütte vermutlich durch verunreinigtes Trinkwasser erkrankt sein. Fünf von ihnen befinden sich derzeit noch zur Beobachtung in Krankenhäusern in der Region. Ihr Gesundheitszustand sei stabil und nicht bedrohlich.

Im Einsatz waren den Angaben zufolge vier Rettungshubschrauber. Nach ersten Erkenntnissen soll es in der Rappenseehütte durch einen technischen Defekt zu einer ungenügenden Reinigung des Wassers gekommen sein. Das zuständige Gesundheitsamt hat umgehend eine Untersuchung eingeleitet.

Mineralwasser zum Notbetrieb

Ergebnisse sollen am Sonntag vorliegen. Auf Anordnung des Gesundheitsamtes muss das Wasser dort jetzt abgekocht und chloriert werden.

Zusätzlich werde vom Deutschen Alpenverein Mineralwasser zur Versorgung der Wanderer und Gäste zur Hütte transportiert. Dadurch soll der Betrieb der Hütte aufrechterhalten werden. Reparaturarbeiten an der Trinkwasser-Reinigungsanlage waren sofort aufgenommen worden. Die Polizeiinspektion Oberstdorf hat Ermittlungen wegen des Anfangsverdachtes der fahrlässigen Körperverletzung eingeleitet.

Von der Rettungsleitstelle Kempten und dem Bayerischen Roten Kreuz wurden auf verschiedenen Hütten vorsorglich ärztliche Versorgung angeboten. Ärzte hätten sich freiwillig zur Verfügung gestellt. Bereits zurückgekehrte Wanderer, bei denen Beschwerden auftreten, können sich an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden.

Für Anfragen von Bürgern schaltet das Landratsamt Oberallgäu ein Servicetelefon unter der Telefon-Nummer 08321 612-900.

(dpa/lby)

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