25 Krankenhäuser gründen Genossenschaft

Weißenburg - 25 Krankenhäuser in Nordbayern mit über 4000 Betten wollen künftig zusammenarbeiten. Die Kliniken in kommunaler oder gemeinnütziger Trägerschaft haben deshalb eine Genossenschaft gegründet.

Mit gemeinsamen Initiativen wollen sie etwa dem drohenden Ärztemangel vorbeugen. Bei der Auftaktveranstaltung am Donnerstag in Weißenburg sagte Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder (CSU), der Zusammenschluss sei “die strategische Antwort kommunaler Krankenhäuser auf private Klinikketten. Klinik-Kooperationen stärken die wohnortnahe Versorgung im ländlichen Raum“.

Die beteiligten Krankenhäuser arbeiteten schon seit Jahren auf verschiedenen Gebieten zusammen, hieß es bei der Vorstellung der Genossenschaft “Klinik-Kompetenz-Bayern“. Durch die Gründung der Genossenschaft werde nun ein rechtlicher und organisatorischer Rahmen dafür geschaffen. Die Kliniken würden dadurch ihre Selbstständigkeit nicht aufgeben, erläuterte Peter Krappmann, Vorstand im Klinikum Fürth.

Die Kliniken wollen Fachwissen austauschen und sich gegenseitig bei der Weiterbildung der Mitarbeiter unterstützen. Der Verbund will auch ein Konzept namens “Klinikstudent“ umsetzen, das das Krankenhaus in Weiden entwickelt hat. Medizinstudenten erhalten dabei für ihre Ausbildung finanzielle Unterstützung einer Klinik und verpflichten sich im Gegenzug dazu, nach Abschluss ihres Studiums mindestens drei Jahre in diesem Krankenhaus zu arbeiten. Damit wolle man der Tendenz begegnen, dass es für kleinere Häuser immer schwieriger werde, qualifizierte Fachärzte anzustellen, teilte das Fürther Klinikum mit. Hauptsitz der neuen Genossenschaft ist das mittelfränkische Weißenburg.

dpa

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