So funktioniert neue Regel

Inzidenz weg: Bayern beschließt Krankenhaus-Ampel - diese Grenzwerte gelten

  • Tanja Kipke
    VonTanja Kipke
    schließen

Ministerpräsident Söder verkündete am Dienstag neue Corona-Regeln für Bayern. Unter anderem soll eine Krankenhaus-Ampel die Relevanz der Inzidenzen ersetzen.

München - Bei einer Pressekonferenz am Dienstag (31. August) gab Markus Söder neue Corona-Lockerungen im Freistaat bekannt. Die größte Überraschung: Clubs und Diskotheken dürfen ab Oktober wieder öffnen. Die neue Corona-Verordnung gilt ab Donnerstag, 2. September 2021, bis zum 1. Oktober 2021. Ein weiter großer Punkt ist die neue Strategie mit der sogenannten „Krankenhaus-Ampel“. Inzidenzzahlen sollen dadurch an Relevanz verlieren. Die Ampel soll die Auslastung von Krankenhäusern abbilden und die Corona-Inzidenz als bisherigen alleinigen Richtwert für Corona-Einschränkungen ablösen. 

(Übrigens: Unser Bayern-Newsletter informiert Sie rund um die anstehende Bundestagswahl über alle Entwicklungen und Ergebnisse aus dem Freistaat – und natürlich auch über alle anderen wichtigen Geschichten aus Bayern.)

Markus Söder führt eine Corona-Ampel in Bayern ein. Gekoppelt ist sie an den Belegungszahlen der Krankenhäuser.

Corona in Bayern: Neue Krankenhaus-Ampel im Freistaat - „Sicherheitsschranke der Krankenhäuser“

Als Basis der neuen Strategie gilt weiterhin die 3G-Regel. Zugang zu vielerlei öffentlichen und privaten Einrichtungen haben dann nur noch Geimpfte, Genesene oder Personen mit einem negativen Test. Hier finden Sie die neuen Regeln dazu im Überblick. 

Die Krankenhaus-Ampel wird eine wichtige Anpassung zur aktuellen Corona*-Situation darstellen. Sie soll als Sicherheitsschranke bei der Belegung der Krankenhäuser gelten. Söder verkündete, man werde zwei Warnstufen etablieren.

Gelbe Warnstufe: Die neue Krankenhaus-Ampel schaltet auf Gelb, wenn bayernweit binnen sieben Tagen mehr als 1200 Patienten mit einer Corona-Erkrankung neu in Krankenhäuser aufgenommen werden mussten. Ob sie dabei auf eine Intensivstation kommen oder auf eine „Normalstation“ spielt keine Rolle. Die Staatsregierung will dann weitergehende Maßnahmen - etwa die Rückkehr der FFP2-Maskenpflicht oder der Kontaktbeschränkungen - beschließen.

Rote Warnstufe: Auf Rot schaltet die Ampel, wenn mehr als 600 Corona-Patienten auf Intensivstationen in Bayern liegen - dann sollen die Anti-Corona-Maßnahmen noch einmal weiter verschärft werden. Somit sind schärfere Corona-Maßnahmen künftig abhängig von der Klinik-Auslastung. (dpa/tkip)*Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare