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So viele Beschäftigte wie noch nie in Bayern – „krankheitsbedingt fehlten sie mindestens 16 Tage“

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Von: Tanja Kipke

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Die Entwicklung im Jahr 2022 zeigt, dass in Bayern so viele beschäftigt waren wie noch nie. Ebenso war der Krankenstand laut TK lange nicht mehr so hoch.

München – 7,79 Millionen Menschen waren 2022 in Bayern beschäftigt. So viele wie noch nie. Der alte Rekord aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 wurde um 59.000 übertroffen, wie das Landesamt für Statistik am Dienstag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Gegenüber dem Vorjahr 2021 erhöht sich die Zahl um rund 105.000 Personen beziehungsweise 1,4 Prozent.

Noch nie gingen mehr Menschen in Bayern einer Beschäftigung nach

Diese „Rekordbeschäftigung“ in Bayern ähnele in den letzten Jahren stark derjenigen in Deutschland insgesamt. Der Zuwachs im Freistaat fällt mit 1,4 Prozent gegenüber 2021 minimal stärker aus als der bundesweite Schnitt von 1,3 Prozent.

Damit weist Bayern das dritthöchste Wachstum aller Länder hinter den Stadtstaaten Berlin und Hamburg auf. Schon vor der Pandemie war die Zahl der Erwerbstätigen in Bayern etwas schneller als in Deutschland insgesamt gestiegen.

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Höchster Krankenstand seit 22 Jahren: „Beschäftigte fehlten 16,5 Tage am Arbeitsplatz“

Die Techniker Krankenkasse (TK) hat am Dienstag ebenfalls eine Statistik des vergangenen Jahres herausgegeben. Es hatte sich Ende des Jahres in der Krankheitswelle bereits angedeutet, aber nun ist es offiziell: Der Krankenstand 2022 war in Bayern so hoch wie seit 22 Jahren nicht mehr. Er betrug mehr als 4,5 Prozent.

Fieber, Husten und Kopfschmerzen: Viele Bayern liegen aktuell krank im Bett.
Fieber, Husten und Kopfschmerzen: Viele Bayern lagen 2022 krank im Bett und fehlten häufiger auf der Arbeit als in den vergangenen Jahren. © Andreas Gebert/dpa/Symbolbild

„Rechnerisch fehlte damit vergangenes Jahr krankheitsbedingt jeder bei der Techniker Krankenkasse (TK) versicherte Erwerbstätige in Bayern mindestens 16,5 Tage am Arbeitsplatz“, heißt es in einer Mitteilung. „Hochgerechnet auf die gesamte bayerische Wirtschaft bedeutet das etwa 24 Millionen zusätzliche Fehltage wegen Krankheit am Arbeitsplatz im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahreszeitraum“, wird Christian Bredl, Leiter der TK in Bayern, zitiert.

Erkältungswelle als Grund der hohen Anzahl an Fehltagen

In jedem einzelnen Monat habe der Krankenstand deutlich über dem jeweiligen Vorjahresmonat gelegen. Grund hierfür sei der starke Anstieg an Erkältungskrankheiten gewesen. „Alleine diese Diagnosen waren im Jahr 2022 für jeden dritten Fehltag verantwortlich und verursachten fast ausschließlich den Anstieg gegenüber dem Vorjahr“, erklärte Bredl.

Werte gelten als repräsentativ für Bayern

Die Krankenkasse griff für die Auswertung auf die Daten ihrer Versicherten zurück. Da bei ihr rund 1,5 Millionen Menschen in Bayern versichert sind, darunter mit 770.000 rund jeder achte Erwerbstätige, gelten die Zahlen aufgrund der breiten Datenbasis als repräsentativ.

Die Werte sind die höchsten seit dem Jahr 2000, dem ersten Beobachtungsjahr des TK-Gesundheitsreports. (tkip/dpa)

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