Müssen Angestellte bald bei der Agentur für Arbeit vorstellig werden?
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Müssen Angestellte bald bei der Agentur für Arbeit vorstellig werden?

Jeder Siebte ist Job los

Trägt der Brexit Schuld? Münchner Traditionsunternehmen streicht mehrere hundert Stellen

Kostet der Brexit die Jobs von Arbeitern eines Münchner Traditionsunternehmen? Der Austritt Großbritanniens aus der EU wird zumindest als einer der Gründe für den Stellenabbau genannt.

  • KraussMaffei will mehrere hundert Stellen abbauen.
  • Damit wäre jeder Siebte beim Münchner Traditionsunternehmen seinen Job los.
  • Der Stellenabbau soll noch in diesem Jahr vollzogen werden.

München  - Der Maschinenbauer KraussMaffei will insgesamt 510 Arbeitsplätze abbauen. Allein in Deutschland sollen 430 Stellen gestrichen werden, wie das Unternehmen am Donnerstag der Deutschen Press-Agentur bestätigte. Damit würde bei dem Unternehmen gut jeder siebte Arbeitsplatz in Deutschland wegfallen. Insgesamt zählt KraussMaffei etwas mehr als 5000 Angestellte.

KraussMaffei: Mehrere hundert Stellen gestrichen - Trägt der Brexit Schuld?

Hinzu kommen 80 weitere Stellenstreichungen im Ausland. Das Unternehmen nennt verschiedene Gründe für den Abbau: unter anderem die Investitionszurückhaltung in der Automobilindustrie, die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China oder auch der Brexit. Noch in diesem Jahr soll der Großteil der betroffenen Stellen in Deutschland abgebaut werden - 334 an der Zahl.

KraussMaffei: Seit 2016 in den Händen Chinas

Das Unternehmen mit Sitz in München baut Maschinen für die Kunststoffindustrie. Seit 2016 ist die Gruppe im Besitz des staatlichen chinesischen Chemiekonzerns China National Chemical Corporation, kurz ChemChina. Die 2004 gegründete  Unternehmensgruppe zählt zu den größten Chemieunternehmen Asiens und weist etwa 140.000 Mitarbeiter in seinen Reihen. Mit dem Rüstungsunternehmen Krauss-Maffei Wegmann hat das Unternehmen nichts mehr zu tun.

Am Mittwoch wurde auf dem Gelände des Münchner Maschinenbauers übrigens eine Fliegerbombe gefunden. Sie konnte letztlich ohne Probleme entschärft werden. Das teilte ein Feuerwehrsprecher am Mittwochabend mit. Etwa 20 Einsatzkräfte seien dafür vor Ort gewesen. „Der Einsatz war überschaubar, weil wir so gut wie nichts räumen mussten“, berichtete der Sprecher. Nur das Werksgelände und die Ludwigsfelder Straße mussten vorübergehend abgeriegelt werden.

dpa

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