+
Das ist nur ein Teil der EC-Karten, die die Polizei in der Wohnung des Betrügers sicherstellte.

Abzocke im ganz großem Stil

Internet-Betrüger hortete hunderte EC-Karten

Ingolstadt - Internet-Betrug im ganz großen Stil betrieb ein 50-Jähriger über Jahre. Durch eine dreiste Masche fiel seine Abzocke nie auf. Doch eine Landwirtin war schlauer als er.

Sechs Jahre lang hat ein 50-Jähriger im ganz großen Stil im Internet abgezockt. Dabei bediente er sich einer Masche: Er bestellte Waren im Internet auf Kosten anderer Kontoinhaber und verkaufte diese dann mithilfe von Fake-Profilen unter gefälschten Firmen-Identitäten im Netz weiter. 2500 Mal hat der Mann in den vergangenen Jahren auf Kosten anderer online bezahlt, der entstandene Schaden geht in die Hunderttausende.

Der Täter konnte von seiner Masche gut leben: Die letzten Jahre agierte er als Vollzeitbetrüger und "verdiente" sich durch seine Abzocke monatlich vierstellige Beträge. Doch jetzt wurde ihm von den Internetspezialisten der Kripo Ingolstadt - den sogenannten Cybercops - das Handwerk gelegt.

Betrüger bediente sich fremder Kontodaten

Den Stein ins Rollen gebracht hatte eine Landwirtin (50) aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Diese hatte eine verdächtige Abbuchung eines bekannten Online-Kaufhauses von einem Konto bemerkt, dass sie als Spendenkonto eingerichtet hatte. Sie schaltete die Polizei ein. Der Betrüger hatte offensichtlich einen Spendenaufruf der Landwirtin entdeckt und die Kontodaten benutzt, um im Online-Kaufhaus auf Lastschrift zu bestellen. Dann hatte er die bestellte Ware im Internet weiterverkauft.  Diese Masche ging in den letzten Jahren tausendmal auf, denn der 50-Jährige brachte seien Opfer immer nur um sehr kleine Beträge, wegen denen nicht ermittelt wurde.

Ingolstädter Cybercops überraschten den Betrüger vor dem PC

Dass hier jedoch ein Profibetrüger am Werk war, dem kamen nun die Ingolstädter Cybercops auf die Spur. Ihnen gelang es, den Aufenthaltsort des Betrügers herauszufinden. Am 12. April überraschten sie den Täter vor dem PC sitzend in seiner unter falschem Namen angemieteten Berliner Altstadtwohnung.

In der Wohnungen fand die Polizei hunderte gefälschte Ausweise, hunderte Prepaid-Telefonkarten und 160 EC-Karten für diverse Bankkonten. Dieser hatte der Täter unter verschiedenen Identitäten angelegt und genutzt. Er legte ein Geständnis ab.

mm/tz

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Gewaltexzess in Nürnberg: Frau bei Attacke lebensgefährlich verletzt
Am Mittwochnachmittag hat ein Mann in Nürnberg derart heftig auf eine ältere Frau eingeschlagen, dass diese nach Polizeiangaben lebensgefährlich verletzt wurde. Die …
Gewaltexzess in Nürnberg: Frau bei Attacke lebensgefährlich verletzt
Seilfalle für Radfahrer - Mehr als drei Jahre Haft für 22-Jährigen
Er spannt ein dünnes Seil quer über einen Weg - wenige Stunden später fährt ein Radfahrer in die Falle und wird schwer verletzt. Für diese Tat muss ein junger Mann nun …
Seilfalle für Radfahrer - Mehr als drei Jahre Haft für 22-Jährigen
Ohne erkennbaren Grund: Passant schlägt Rentnerin auf offener Straße brutal zusammen
Auf offener Straße und ohne erkennbaren Grund hat in Nürnberg ein nur mit Unterhose bekleideter Passant eine 73 Jahre alte Frau brutal zusammengeschlagen.
Ohne erkennbaren Grund: Passant schlägt Rentnerin auf offener Straße brutal zusammen
GfK: Bis zu 400 Stellen am Nürnberger Firmensitz bedroht
Die Pläne für den radikalen Konzernumbau beim Marktforscher GfK nehmen Formen an. Am Firmensitz in Nürnberg könnten 400 Stellen wegfallen, teilte ein …
GfK: Bis zu 400 Stellen am Nürnberger Firmensitz bedroht

Kommentare