Der bayerische Kristallschädel: 17,5 Zentimeter hoch und 9,2 Kilo schwer. Gehörte SS-Führer Heinrich Himmler (kleines Foto) der Schädel?

Mysteriöser Fund: Kristall-Schädel in Bayern entdeckt

München - Unglaublich: Auf einem Dachstuhl in einem kleinen bayerischen Dorf lag jahrzehntelang völlig unbeachtet ein geheimnisvoller Kristallschädel. Ist dieser Sensationsfund Teil eines gigantischen Nazischatzes?

Der Kristallschädel ist eines jener Kultobjekte, denen seit Jahrhunderten magische Fähigkeiten zugeschrieben werden (siehe Stichwort unten). Aber es wird noch gespenstischer: Es deutet vieles darauf hin, dass der prachtvolle, 9,2 Kilo schwere Totenkopf einem der größten Naziverbrecher gehörte, SS-Führer Heinrich Himmler. Das berichtet jetzt das Magazin Mysteries.

Der Schädel befindet sich heute übrigens im Besitz eines 45-jährigen Bayern, der den Sensationsfund aus dem Nachlass einer alten Dame erwarb – angeblich für den „Preis eines Butterbrots“. Der Schweizer Journalist Luc Bürgin (50), der als erster Außenstehender den Kristallschädel berühren und fotografieren durfte, berichtet, dass der Totenkopf auf dem Speicher in einem schreinartigen Holzkasten lag: „Eine Spezialanfertigung, die sich wiederum in einem alten, abgeschabten Tornister aus Leder befand.“

Aber weit mehr als dieser Umstand fasziniert den Autor ein NS-Dokument, das ebenfalls zum Nachlass der alten Dame gehörte: eine Liste mit 35 Schätzen, die die SS angeblich noch im April 1945 kurz vor Kriegsende über Augsburg ins Sudetenland schaffen wollte. Auf den vergilbten Seiten des Dokuments werden fein säuberlich Inventarnummern, Verpackung und eine Beschreibung der Gegenstände aufgelistet. So heißt es etwa unter Punkt 29: „1411/RFSS, Aluminiumbehälter, Originalbehälter Hugo von Payens“. Der Name lässt die Schatzsucher aufhorchen: Pay(e)ns, der vom Jahr 1080 bis zum Jahr 1136 gelebt hatte, war Großmeister des legendären Templerordens. Hatten die Nazis Teile seines Nachlasses im ihrem Besitz? Und beschreibt Punkt 14 den jetzt entdeckten Totenschädel? „263-2 FRSS Sammlung Rahn, No 25592, Lederkoffer, Kristalltotenkopf, Kolonien, Südamerika.“

Otto Rahn hieß ein deutscher Forscher, der im Auftrag der Nazis nach dem Heiligen Gral suchte und der 1939 unter ungeklärtenUmständen ums Leben kam. War es ihm vorher tatsächlich gelungen, einen der sagenhaften Kristallschädel für die Nazis zu organisieren? Luc Bürgin geht davon aus, dass die Dokumente zu „99 Prozent echt“ sind. Dafür spreche auch das Verhalten des Besitzers: „Für den lege ich meine Hand ins Feuer. Der wollte keinen Cent und musste sich erst zur Veröffentlichung überreden lassen. Klarheit werden wir aber erst nach einer Fachprüfung haben.“

Stichwort: Kristallschädel

Die Kristallschädel tauchten erstmals im 19. Jahrhundert auf, woher sie stammen ist aber bis heute unklar. Der Legende nach sind sie Überreste der Hochkulturen der Inkas, Mayas oder Azteken – die uns die Welt retten sollen. Denn die soll am 21. Dezember 2012, dem letzten Tag des Mayakalenders, untergehen. Gelingt es, alle (angeblich nur) 13 existierenden Schädel an diesem Tag wiederzuvereinen, bricht aber ein neues Zeitalter des Lichts an! Skeptiker gehen davon aus, dass die Köpfe wenig exotisch sind – und z. B. aus Idar-Oberstein stammen. Dort war im 19. Jahrhundert das Zentrum der europäischen Kristallschleiferei.

WdP

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