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Die Nürnberger S-Bahn soll künftig vom Privatunternehmen National Express betrieben werden.

S-Bahn-Netz Nürnberg

Künftiger S-Bahn-Betreiber wehrt sich gegen Kritik

Nürnberg - Gegen die Kritik der Bahn-Gewerkschaft EVG hat sich der künftige Betreiber der Nürnberger S-Bahn, National Express, gewehrt. Die Vorwürfe seien falsch und böswillig, so ein Sprecher.

Der künftige Betreiber der Nürnberger S-Bahn hat sich gegen Kritik der Bahn-Gewerkschaft EVG gewehrt. Der Geschäftsführer des privaten Bahn-Konkurrenten National Express (NX), Tobias Richter, warf der EVG laut Mitteilung am Freitag „falsche und böswillige Behauptungen“ vor.

Die EVG hatte NX unter anderem vorgeworfen, in Nordrhein-Westfalen einen „Dumping-Tarifvertrag“ für die dort beschäftigten Lokführer abgeschlossen zu haben. Richter sagte, der Tarifvertrag in NRW sei mit der Gewerkschaft der Lokführer (GdL) geschlossen worden. „(Gdl-Chef) Claus Weselsky ist sicher der letzte, der Dumpinglöhne unterschreiben würde“, sagte Richter. Einige Lokführer, die bislang in Nordbayern gefahren seien, hätten sich bereits bei NX in NRW beworben, weil sie dort mehr verdienten, sagte Richter.

Mehr als 40 Service- und Sicherheitskräfte sollen eingestellt werden

Für die S-Bahn im Großraum Nürnberg werde NX zudem mehr als 40 Service- und Sicherheitskräfte einstellen. Dies seien deutlich mehr als heute. „Alle werden nach Tarifvertrag bezahlt“, betonte Richter. Die Vorwürfe zu angeblichen Dumping-Löhnen und auch zu mangelnder Sicherheit seien falsch.

NX hatte am Dienstag erneut den Zuschlag für den Betrieb des Nürnberger S-Bahn-Netzes von Ende 2018 an erhalten. Erstmals soll damit ein Privatunternehmen ein großes regionales S-Bahn-Netz in Deutschland mit rund 20 Millionen Fahrgästen pro Jahr betreiben. Dagegen gibt es seit Monaten heftige Kritik.

dpa

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