Unfallursache immer noch unklar

„Ein herzensguter Mensch“: Bekannter Unternehmer stirbt bei Flugzeugunglück in Bayern - Tod löst Bestürzung aus

  • Katarina Amtmann
    vonKatarina Amtmann
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  • Thomas Eldersch
    Thomas Eldersch
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Am Donnerstagabend hat sich auf dem Flugplatz in Kulmbach ein schweres Flugzeug-Unglück ereignet. Zwei Menschen kamen ums Leben. Eines der Opfer ist ein bekannter Unternehmer.

Update vom 24. April, 11 Uhr: Zwei Menschen kamen bei einem Flugunglück am Donnerstagabend auf dem Flugplatz Kulmbach ums Leben (siehe Erstmeldung). Eines der Todesopfer ist ein bekannter Unternehmer aus dem Landkreis Kulmbach, wie Kurier.de und infranken.de übereinstimmend berichten. Bei dem 52-jährigen Piloten der Maschine handele es sich demnach um Klaus Georg Purucker. Die Metallbaufirma des Unternehmers mit Sitz in Untersteinach ist international tätig.

In der Region kennt man Purucker laut Kurier.de aber auch aus der Politik. Demnach ist er Kreisvorstandsmitglied der Freien Wähler und war vor vier Jahren auch Bundestagskandidat der Partei für den Wahlkreis Kulmbach. Landrat Klaus Peter Söllner eilte noch am Donnerstagabend zur Unglücksstelle. Den Tod seines langjährigen politischen Weggefährten konnte er kaum fassen. „Ich habe Klaus Georg Purucker sehr geschätzt. (...) Klaus Georg Purucker war noch ein richtiger Familienunternehmer. Einer, der sich auch mit seiner Belegschaft identifiziert hat. Wir hatten sehr engen Kontakt“, sagte er dem Portal.

Bekannter Unternehmer aus dem Raum Kulmbach stirbt bei Flugzeugabsturz: „Tiefe Betroffenheit“

Und weiter: „Er war immer ein freundlicher, offener und zugewandter Mensch, mit dem man einfach gern zusammen war. Ich denke gern an die Sommerfeste in Untersteinach zurück. Dass Klaus Georg Purucker nun so ums Leben kommen musste, ist sehr, sehr tragisch.“

Tief betroffen zeigte sich auch Rainer Ludwig, Kreisvorsitzender der Freien Wähler und Landtagsabgeordneter. „Das war für uns alle am Donnerstagabend eine schreckliche Nachricht. Dieser Schicksalsschlag hat tiefe Betroffenheit und Bestürzung ausgelöst. (...) Er war einer, der immer da war, wenn man ihn gebraucht hat, ein liebenswerter, immer freundlicher Mensch. Seine Authentizität war für mich immer beeindruckend. Er hat sich nie verstellt, ist auf Menschen zugegangen. Ein herzensguter Mensch, der nun leider aus der Blüte seines Lebens gerissen worden ist“, wird Ludwig bei Kurier.de zitiert.

Tragischer Flugzeug-Absturz in Bayern: THW gelingt die Bergung - Zwei Tote jetzt identifiziert

Update vom 23. April, 15.23 Uhr: Fast 24 Stunden später gelang es jetzt Helfern des Technischen Hilfswerks (THW) und der Feuerwehr das Flugzeugwrack zu bergen. Sie konnten das Rettungssystem, welches für die Fallschirme installiert war, entschärfen. Somit bestand keine Explosionsgefahr mehr. Mit einem Spezialkran gelang es dann dem THW das Flugzeug aufzurichten. Erst dann konnten die Einsatzkräften die beiden Opfer aus dem Flugzeug befreien.

Inzwischen ist auch mehr über die beiden tödlich verunglückten Personen bekannt gegeben worden. Laut Polizei handelt es sich um den 52-jährigen Piloten des Flugzeugs. Der Mann kommt laut einer Polizeisprecherin aus dem Landkreis Kulmbach. Mit ihm an Bord war ein 51-jähriger Mann aus der Oberpfalz. Beide Männer starben bei dem Unfall am Donnerstagabend. Nur aufgrund der aufwendigen Bergung konnten ihre Leichen erst am Freitag aus dem Wrack befreit werden. Warum es zu dem Unglück kam, ist immer noch nicht abschließend geklärt. Sachverständige untersuchen immer noch die Unfallstelle.

Flugzeugunglück in Kulmbach: Noch konnten die Leichen nicht geborgen werden

Update vom 23. April, 9.23 Uhr: Nach einem Flugzeugabsturz in Kulmbach (Oberfranken) soll das Wrack mit den Leichen der beiden Insassen im Laufe des Freitags geborgen werden. Die Identität der Toten sei noch nicht abschließend geklärt, wie eine Polizeisprecherin am Morgen sagte. Das Ultraleichtflugzeug war am Donnerstagabend beim Start auf einem Flugplatz aus noch geringer Höhe zu Boden gestürzt, hatte sich überschlagen und war auf dem Dach liegengeblieben. Die Insassen waren noch am Unfallort gestorben (siehe Erstmeldung). 

Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks hatten am Donnerstag noch versucht, die Maschine zu drehen, um an die Insassen heranzukommen. Dabei bestand aber die Gefahr, dass die Treibladung des Sicherheitsfallschirms explodiert. Die Bergung sei daher zunächst nicht möglich gewesen.

Die Ursache des Unfalls war zunächst noch unklar. Ein Sachverständiger soll noch am Freitag Wrack und Unfallstelle untersuchen. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln. Auch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sei eingeschaltet, hieß es. 

Bei einem Flugzeugabsturz kamen zwei Menschen ums Leben.

Tragischer Flugzeug-Absturz in Bayern: Zwei Tote - Explosionsgefahr behindert Helfer

Erstmeldung vom 22. April, 21.32 Uhr: Kulmbach - Auf dem Flugfeld bei der oberfränkischen Stadt Kulmbach hat sich am Donnerstagabend ein schweres Flugzeug-Unglück ereignet. Nach Angaben der Polizei Oberfranken stürzte die Maschine kurz nach dem Start zu Boden.

Unfall bei Kulmbach: Zwei Personen sterben noch an der Unfallstelle

Polizei und Feuerwehr wurden am Donnerstagabend auf den Flugplatz im Norden der Stadt Kulmbach* gerufen. Eine Zeugin hatte gegen 18.15 Uhr gemeldet, dass ein Flugzeug abgestürzt sein soll, schreibt die Polizei Oberfranken in ihrer Pressemitteilung. Vor Ort fanden die Helfer dann das Ultraleichtflugzeug auf dem Dach liegend vor. Schnell stellten die Einsatzkräfte fest, dass beide Insassen bei dem Unfall ums Leben kamen.

Auf dem Flugplatz im oberfränkischen Kulmbach hat sich ein tragischer Unfall ereignet.

Die Helfer versuchten dann den zwei Personen im Flugzeug zu Hilfe zu kommen. Der Rettungsversuch gestaltete sich aber schwierig, da Explosionsgefahr besteht. Das Problem war aber nicht der Treibstoff, sondern die Rettungsfallschirme. Ähnlich wie bei einem Airbag könnte die Treibladung jeden Moment explodieren. Bis zu diesem Zeitpunkt (21.45 Uhr) konnten die Helfer des THW und der Feuerwehr noch nicht zu den Insassen vordringen.

Unfall bei Kulmbach: Staatsanwaltschaft und Experten untersuchen die Unfallstelle

Neben zahlreichen Rettungskräften waren auch noch zwei Rettungshubschrauber im Einsatz. Ein Vertreter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sowie zwei Sachbearbeiter für Flugunfälle der oberfränkischen Polizei sind an der Absturzstelle. Ein Staatsanwalt aus Bayreuth macht sich ebenfalls ein Bild von dem Unfall und ordnete die Hinzuziehung eines Sachverständigen für Flugunfälle an, der am Freitagmorgen vor Ort kommen wird, schreibt die Polizei. Die Absturzstelle bleibt bis auf Weiteres gesperrt.(tel) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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Rubriklistenbild: © Nicolas Armer/dpa

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