Totales Bahn-Chaos am Montagmorgen: In Bayern fährt kein Zug mehr

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Tragödie im Sommer 2014

Mädchen (8) im Schwimmbad ertrunken: Urteil gegen Bademeister und Betreuerin

Ein Ausflug in ein Freibad endete im Sommer 2014 in einer Tragödie, ein achtjähriges Mädchen starb während einer Übungsstunde. Jetzt ist das Urteil gegen den verantwortlichen Bademeister gefallen

Kulmbach - Knapp vier Jahre nach dem tödlichen Badeunfall eines Mädchens in Oberfranken ist der angeklagte Bademeister freigesprochen worden. Der Prozess hatte sich lange Zeit verzögert.

Eine Betreuerin, die ebenfalls wegen fahrlässiger Tötung angeklagt war, wurde am Donnerstag vom Amtsgericht Kulmbach verwarnt und muss 1.000 Euro an den Kinderschutzbund zahlen. 

Das Mädchen war im Sommer 2014 bei einem Freibad-Ausflug mit ihrer Turngruppe in Himmelkron (Landkreis Kulmbach) untergegangen und bewusstlos geworden. Die Achtjährige starb später im Krankenhaus.

Die angeklagte Betreuerin bleibt ohne Strafe, wenn sie sich zwei Jahre, nachdem das Urteil rechtskräftig ist, nichts zuschulden kommen lässt. Ansonsten müsste sie eine Strafe von 90 Tagessätzen bezahlen.

Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben, im Verlauf des Prozesses war sie jedoch von diesen Vorwürfen abgerückt und hatte schließlich auf einen Freispruch plädiert. Einzig die Eltern als Nebenkläger hielten am Vorwurf der fahrlässigen Tötung fest. Deren Anwälte wollen nun prüfen, ob das Urteil angefochten werden soll.

Richterin Sieglinde Tettmann sagte in ihrer Urteilsbegründung, alle Beteiligten hätten sich große Mühe gegeben, den tragischen Tod juristisch aufzuklären.

Zur Betreuerin sagte sie, diese habe ihre Aufsichtspflicht nicht am Unglückstag selbst verletzt, sondern schon zuvor: Denn es sei unklar gewesen, ob das Mädchen überhaupt schwimmen kann. Die Betreuerin hätte sich genau bei den Eltern rückversichern müssen, ob das Kind schon schwimmen konnte. Und auch die Eltern hätten darauf hinweisen müssen, dass das Kind nicht schwimmen konnte.

Die Betreuerin hatte zum Prozessauftakt ausgesagt, dass das Kind selbst behauptet habe, es könne schwimmen. Tatsächlich konnte es aber nicht schwimmen. So hätte es sich gar nicht im Schwimmerbereich aufhalten dürfen, betonte die Richterin.

bcs/dpa

Lesen Sie auch: Tödlicher Sprung in leeres Freibad-Becken

Rubriklistenbild: © Ole Spata/ZB/dpa

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