Neue Übertrittszahlen

Kultusminister gibt Quoten bekannt: Wer darf aufs Gymnasium?

Viele Grundschüler in Bayern haben in den vergangenen Wochen ihrer Schullaufbahnempfehlung entgegengefiebert. Jetzt liegen die vorläufigen Quoten vor.

München – Von den rund 105.700 Viertklässlern an den bayerischen Grundschulen können fast 41.000 auf das Gymnasium wechseln (39 Prozent). Die Übertrittsquote zur Realschule beträgt nach Angaben des Kultusministeriums in München rund 28 Prozent (rund 30.000 Schüler). „Die Zahlen fügen sich in die Entwicklung der Übertrittsquoten der vergangenen Jahre ein“, sagte Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) am Freitag in München unter Berufung auf die vorläufigen Zahlen. Sie wiesen wieder leichte Schwankungen auf, hätten sich aber auf ein stabiles Gesamtniveau eingependelt.

Umstrittene Praxis in Bayern

Die stabile Entwicklung sei sehr erfreulich und zeige, dass die Eltern inzwischen verstanden hätten, dass Kinder an allen Schulformen gute Chancen hätten, betonte Spaenle. Zum Wechsel auf das Gymnasium müssen Grundschüler eine Schullaufbahnempfehlung mit dem Notenschnitt von mindestens 2,33 in den Fächern Deutsch, Mathematik sowie Heimat- und Sachunterricht haben. Die Praxis ist in Bayern umstritten. Kritiker werfen dem System vor, dadurch die Grundschüler zu sehr unter Leistungsdruck zu setzen.

Spaenle: Kinder können an allen Schularten erfolgreich sein

Wie viele Schüler in die Mittelschule wechseln und wie viele Mädchen und Buben noch in der Grundschule bleiben, sei aber noch offen. Zudem gebe es bei der Übertrittsquote wie in den vergangenen Schuljahren weiter regionale und lokale Unterschiede. „Die Schulwahl treffen die Eltern mit ihren Kindern nach dem kind- und begabungsgerechten Übertrittsverfahren“, betonte Spaenle. Erfolgreich könnten die Kinder an allen Schularten in Bayern sein. „Die Schülerinnen und Schüler werden an allen bayerischen Schulen bestmöglich gefördert.“

2016 waren 39,5 Prozent der Grundschüler zum Gymnasium gewechselt, 28,2 Prozent gingen auf die Realschule und 30,6 Prozent auf die Mittelschule. Laut Spaenle ist Bayern das einzige Land in Deutschland, in dem die Zahlen jetzt im sechsten Jahr stabil seien.

dpa

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