Mit den Nackten hat es Ärger gegeben

Kuriose Entscheidung: Rinder anstatt Nacktbader

Wo früher sich einst Freunde der Freikörperkultur ausbreiteten, weiden jetzt Kühe. Für den Bürgermeister keine schwere Entscheidung. Schwimmer sind allerdings weiter gerne willkommen.

Der Stettner See im Kreis Rosenheim liegt idyllisch zwischen Eggstätter-Hemhofer Seenplatte und dem Chiemsee. Ein ruhiges Plätzchen. Die Nordseite, die über eine Kreisstraße erreichbar ist, gilt zudem als beliebter Treff für Freunde der Freikörperkultur. Besser gesagt, galt: Denn die Gemeinde Rimsting als Pächterin der Liegewiese samt Steg hat den Vertrag gekündigt. Und der Wiesenbesitzer hat das Gelände eingezäunt und lässt dort nun eine Herde Rindviecher grasen. Kühe statt Nacktbader! Doch nicht nur die Nudisten haben nun das Nachsehen – auch Schwimmer, die es gerne wärmer mögen. Denn da der kleine Stettner See ein Moorsee ist, wird der schneller warm als andere.

Bürgermeister Josef Mayr begründete die Kündigung des Vertrags gegenüber der Chiemgau Zeitung damit, „dass es immer weniger Badegäste in dem Bereich gegeben hat“. Dazu kämen die Instandhaltungskosten für den See. Mit den Nackten habe es zudem Ärger gegeben, zumal auf Schildern explizit darauf hingewiesen worden sei, dass dies nicht gestattet war.

Nun grasen also Kühe hinter dem Elektrozaun auf der Liegewiese. Bei den Tieren handelt es sich um die französische Rasse Limousin. Der Grundstücksbesitzer will Sonnenanbeter und Schwimmer aber nicht ganz aussperren. „Sie sind immer willkommen.“ Zum Ufer kommen sie allerdings nur noch zu Fuß oder mit dem Radl. Der Weg endet an einem kleinen Badeplatz – mit Steg und Ruhebänken.

Rubriklistenbild: © dapd

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