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Hinter dem bayerischen Grenzschild bei Füssen wurden noch am Wochenende Autos von der A7 abgeleitet. Heute wird ein letztes Teilstück der A7 für den Verkehr freigegeben. Damit ist Deutschlands längste Fernstraße von der dänischen Grenze im Norden bis zur österreichischen Grenze durchgehend Autobahn.

Längste deutsche Autobahn: A 7 freigegeben 

Füssen - Deutschlands längste Autobahn von Flensburg nach Füssen ist jetzt durchgehend befahrbar. Heute Nachmittag ist das letzte Teilstück der Autobahn A 7 eröffnet worden.

Wolfgang Tiefensee setzt die Schere an.

Auf Deutschlands längster Autobahn von Flensburg nach Füssen gibt es keine Lücke mehr. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann übergaben am Dienstag bei einem Festakt nahe des Grenztunnels bei Füssen das letzte fertiggestellte Teilstück der A7 seiner Bestimmung. "Ich freue mich, dass die fast 1000 Kilometer lange Nord-Süd-Achse nun durchgehend befahrbar ist. Eine gute Infrastruktur ist für uns alle wichtig", sagte Tiefensee. Die letzten 14,6 Kilometer zwischen Nesselwang und Füssen im Ostallgäu sollen an diesem Mittwoch für den Verkehr freigegeben werden. Von der dänischen Grenze bei Flensburg bis zum Grenztunnel nach Österreich ist die A 7 dann durchgehend auf 963 Kilometern befahrbar.

Sieben Jahre dauerten die Bauarbeiten für den Lückenschluss, in den der Bund insgesamt 168 Millionen Euro investiert hat. Die Minister sprachen bei der Verkehrsfreigabe von einem historischen Tag vor allem für das Allgäu. Mehr als 20 Jahre lang hatten Naturschützer und Landwirte um die letzten fast 15 Kilometer gerungen und mit Prozessen immer wieder für Verzögerungen des vierspurigen Ausbaus gesorgt. "Es war sehr schwierig, in diesem schönen Landstrich die Autobahn fertig zu bauen", sagte Tiefensee und versicherte, dass beim Bau die Naturlandschaft des Allgäus berücksichtigt wurde.

Herrmann betonte, die Fertigstellung der A7 bringe nicht nur Urlaubern Vorteile, die in den Süden wollen und am Autobahnende bisher häufig im Stau standen. "Die fertige Autobahn erleichtert vor allem den Allgäuern das Leben", sagte der Minister und erinnerte an die kilometerlangen Autoschlangen in den vom Durchgangsverkehr betroffenen Orten an den bisherigen A7-Ableitungsstrecken. Der Bereich zwischen Nesselwang und Füssen habe dabei Spitzenbelastungen von bis zu 35.000 Fahrzeugen am Tag schultern müssen. Von einem großen Gewinn an Lebens- und Standortqualität sprach daher auch der Ostallgäuer Landrat Johann Fleschhut (Freie Wähler).

Zahlreiche Gäste und Einheimische waren zu dem Festakt gekommen, das mit einem bunten Programm umrahmt wurde. Neben Alphornbläsern und einer Stuntshow mit Vespa-Fahrern beeindruckte dabei vor allem der Auftritt ehemaliger Darsteller des Ludwig-Musicals. So gehörte eine mit Sisi und König Ludwig II. besetzte Kutsche zu den ersten Fahrzeugen, die über die neue Autobahn rollten.

dpa

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