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Vorerst darf in der Gustavstraße weiterhin bis 23:00 Uhr ausgeschenkt werden.

Noch nicht endgültig

Lärmstreit - Fürth sieht sich „auf richtigem Weg“

Fürth - Seit Jahren gibt es in Fürth Streit um Kneipenlärm in einer beliebten Feiermeile. Ein neues Gerichtsurteil gibt nun der Stadt recht - die Lokale dürfen draußen weiter bis 23.00 Uhr ausschenken.

Im Streit um den Lärm in einer beliebten Feiermeile in Fürth sieht Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD) einen neuen Gerichtsbeschluss als „schönen Teilerfolg“. Das Verwaltungsgericht Ansbach hatte am Mittwoch Beschwerden von Anwohnern gegen eine Regelung abgelehnt, nach der bis 23.00 Uhr auf Außenflächen Gastronomie zulässig ist. Die Stadt werde durch das Urteil in ihrem Vorgehen bestätigt, sagte Jung laut Mitteilung vom Donnerstag. Somit bleibe die 23.00-Uhr-Regelung vorerst bestehen.

Fünf Wirte in der Gustavstraße können damit an Freitagen und Samstagen sowie an Werktagen vor Feiertagen draußen weiterhin bis 23.00 Uhr ausschenken. Diese Regelung hatte der Stadtrat nach einem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs in München getroffen. Die Richter hatten festgelegt, dass zumindest an Wochenenden und vor Feiertagen eine Sperrzeit von 23.00 Uhr in Ordnung ist - wenn sichergestellt ist, dass dann auch wirklich acht Stunden lang Nachtruhe herrscht.

Die Anwohner wollten in dem Eilverfahren erreichen, dass die Gaststätten schon um 22.00 Uhr schließen müssen. Ihrer Ansicht nach hat die Stadt nicht genug dafür getan, dass die Nachtruhe eingehalten wird. Auf Beschwerden werde nicht reagiert und die zulässigen Lärmgrenzwerte würden vor allem nachts erheblich überschritten. Die Stadt dagegen sagte, die Wirte würden den täglichen Sperrzeitbeginn sehr genau einhalten. Dies belegten wöchentliche Kontrollen.

Eine endgültige Entscheidung des Verwaltungsgerichts gibt es erst, wenn neue Lärmmessungen der Stadt ausgewertet sind. Jung versicherte, dass die Stadt die gerichtlichen Vorgaben genau einhalten werde. Gegen den Beschluss aus Ansbach können die Anwohner erneut Beschwerde beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München einlegen.

dpa

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