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Blitz-Marathon: So jagt die Polizei die Temposünder

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München - 24 Stunden, 1500 Standorte allein in Bayern: Seit heute Morgen, 6 Uhr, bis Freitag, 6 Uhr, will die Polizei Raser ausbremsen. Wir sagen Ihnen, wo im Freistaat die Blitzer stehen:

Hier finden Sie die abschließende Bilanz der Polizei!

Die bayerische Polizei will mit einem „Blitz-Marathon“ mit 1500 Messstellen das Tempo von Rasern im Freistaat drosselnStartschuss war am Donnerstag mit einer 24-Stunden-Überwachung: Von 6 Uhr morgens bis Freitag (6 Uhr) wird vor allem auf Landstraßen und in Ortschaften geblitzt. Daran schließt eine Schwerpunktwoche an, in der - wenn auch in geringerer Intensität - kontrolliert wird.

Es gehe nicht darum, möglichst viele Autofahrer zur Kasse zu bitten, sondern um Sicherheit, betonte Innenminister Joachim Herrmann am Mittwoch. Deshalb wurde eine Liste der Kontrollpunkte im Internet veröffentlicht - potenzielle Raser sind also gewarnt.

Allerdings gilt: Es werden nicht alle Standorte 24 Stunden lang kontrolliert, die Polizei will aber an allen angegebenen Orten im Verlauf der Aktion messen. Das soll dann passieren, wenn das Verkehrsaufkommen an dieser Stelle besonders groß ist oder die Gefahrenlage gegeben ist - beispielsweise, wenn Schulkinder unterwegs sind.

Wir haben exemplarisch die Blitzer-Standorte in und um München in eine Karte eingetragen. Wenn Sie auf die roten Pins klicken, öffnet sich die jeweilige Standortbeschreibung - inklusive erlaubter Höchstgeschwindigkeit. Durch Scrollen in der Karte können Sie heranzoomen. Um die Karte in Bildschirm-Größe zu öffnen, klicken Sie auf das Full-Screen-Symbol oben rechts in der schwarzen Leiste.

Überhöhtes Tempo ist laut Innenministerium die Unfallursache Nummer eins. Bei Geschwindigkeitsunfällen starben im Jahr 2012 allein in Bayern 215 Menschen, über 10.500 wurden verletzt. Zu hohe Geschwindigkeit ist nicht nur Hauptunfallursache: Bei einem Unfall ist die Ausgangsgeschwindigkeit auch entscheidend für die Schwere der Verletzungen. Wenige Stundenkilometer bedeuten oft den Unterschied zwischen Leben und Tod.

Der ADAC begrüßte den Blitzmarathon als Mittel, um das Bewusstsein für die Gefahren durch das Rasen zu schärfen. „Es ist ein Mosaiksteinchen in der Verkehrssicherheitsarbeit, das dazu beitragen kann, dass wir weniger Unfälle und Verkehrstote haben“, sagte ADAC-Sprecher Andreas Hölzel. Raser sollten, direkt nachdem sie geblitzt wurden, von der Polizei angehalten und informiert werden. „Dadurch wird der erzieherische Effekt größer.“

Hier finden Sie die Messstellen in Oberbayern

dpa/kb

Rubriklistenbild: © Polizei

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