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Eine Frau steht in der Ausstellung "Götterdämmerung. König Ludwig II. und seine Zeit" im Schloss Herrenchiemsee vor einem Gemälde mit einem Porträt von König Ludwig II..

Landesausstellung geht zu Ende: Der Kini bricht alle Rekorde

Herrenchiemsee - Mehr als eine halbe Million Besucher haben die Landesausstellung über Ludwig II. gesehen – absoluter Rekord. Jetzt geht die Schau zu Ende.

Der Kini schlägt sie alle: Am Wochenende endet die Bayerische Landesausstellung „Götterdämmerung“ auf Schloss Herrenchiemsee über Ludwig II. – nie war der Andrang auf eine vergleichbare Schau im Freistaat größer. Wenn am Sonntagabend der letzte Besucher das Schloss verlässt, werden voraussichtlich 575 000 Menschen die Landesausstellung gesehen haben. Tagesrekord: 7700 Besucher – die absolute Kapazitätsobergrenze, heißt es bei der Bayerischen Schlösserverwaltung. Zum Vergleich: Der Prunkbau auf der Chiemsee-Insel zog im Vorjahr in den ersten zehn Monaten lediglich 313 000 Gäste an. Jetzt hofft man auf Werbe-Effekte – in Sachen Besucher-Bilanz ist auf Herrenchiemsee noch Luft nach oben, vor allem im Vergleich zum Königsschloss Neuschwanstein.

Was machte die „Götterdämmerung“ so erfolgreich? Die Anziehungskraft des Märchenkönigs, so sagt Jan Potthast von der Schlösserverwaltung, ist einfach ungebrochen. Der große Coup: Die Schau über sein Leben in einem seiner Schlösser – von dem ein bislang nicht zugänglicher Bereich erstmals öffentlich gemacht wurde.

So bombastisch die Landesausstellung gelaufen ist, so groß ist die Wehmut bei der Schlösserverwaltung, dass eine Verlängerung nicht möglich ist. Die meisten Leihgaben sind privat und müssen ihren Besitzern zurückgegeben werden, die Räume sind verplant. Kleiner Trost: Elemente der Schau, darunter die Installationen über nie realisierte Projekte Ludwigs wie zum Beispiel das Schloss Falkenstein, werden auf Herrenchiemsee bleiben.

Nach dem Abschlusswochenende beginnt am Montag das große Aufräumen. Jedes Ausstellungsobjekt wird aufwändig verpackt und über den Chiemsee an Land gebracht. Eine besondere Herausforderung: der sperrige, goldene Puttenschlitten des Kini. Der muss auf dem selben Weg, wie er ins Schloss gekommen ist, wieder hinaus – nämlich durchs Fenster.

Von Carina Lechner

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