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Johannes Friedrich

Landesbischof Friedrich glaubt an "Ökumene des Respekts"

München - Den evangelischen Landesbischof Johannes Friedrich zieht es wieder in seine fränkische Heimat.

Nach dem Ende seiner Amtszeit am 31. Oktober 2011 wolle er mit seiner Frau wieder dorthin ziehen, sagte Friedrich dem “Münchner Merkur“ (Montag). Denn er wolle seinem Nachfolger oder seiner Nachfolgerin nicht vor den Füßen herumlaufen: “Man muss den Weg frei machen.“

Für die anderthalb Jahre zwischen dem Ende seiner Amtszeit als Bischof und seiner Pensionierung sehe er verschiedene Möglichkeiten. Für den Fall, dass er bei der am Donnerstag begonnenen Synode wieder in den Rat der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) gewählt wird, wolle er eine Pfarrstelle in einer kleinen bayerischen Gemeinde annehmen, sagte Friedrich. Andernfalls würde er ein Jahr als Urlaubspfarrer am Mittelmeer, etwa in Kreta, Dienst tun.

Trotz der jüngsten Spannungen im Verhältnis zwischen der evangelischen und der katholischen Kirche sieht der Landesbischof gute Chancen für das Vorankommen der ökumenischen Zusammenarbeit. Wenngleich er nicht glaube, dass es mit Papst Benedikt XVI. “die ganz großen Fortschritte in der Ökumene geben wird“, gebe es an der Basis doch ein stets intensiver werdendes ökumenisches Leben.

Ökumenisch zu sein bedeutet nach Ansicht des 61-jährigen Friedrich zunächst einmal, den anderen mit Akzeptanz und Respekt zu begegnen: “Ich will den Papst nicht evangelisch machen.“ Daher sollten die Kirchen in ihrer Außendarstellung darauf achten, sich nicht zu stark voneinander abzugrenzen. Den 2. Ökumenischen Kirchentag, der im Mai 2010 in München stattfinden wird, sehe er als Chance, die Übereinstimmungen in politischen, gesellschaftlichen und ethischen Fragen deutlich zu machen, sagte Friedrich.

dpa

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