Landesgartenschau schützt Rosenheim vor Hochwasser

Rosenheim - Die Landesgartenschau 2010 schützt Rosenheim vor Hochwasser.

"Die Hochwasserschutzmaßnahmen werden bis zur Eröffnung im innerstädtischen Bereich fertiggestellt sein", sagte die Geschäftsführerin der Landesgartenschau, Dagmar Voß, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Entlang der Mangfall sei ein neuer Damm gebaut worden, der die 60 000 Einwohner zählende Stadt selbst vor einem Jahrhunderthochwasser schützen soll. Die von 23. April bis 3. Oktober 2010 dauernde Schau soll mindestens 800 000 Besucher anlocken. Rund 14 Millionen Euro wurden in das Gelände investiert.

Nach Überzeugung von Voß ist das Konzept aufgegangen, die Flüsse und Bäche von Rosenheim wieder stärker ins Bewusstsein der Bewohner zu rücken. "Früher sind viele Bäche durch die Stadt geflossen, die nach und nach verrohrt oder überbaut wurden", erläuterte die Geschäftsführerin. Neben dem Hochwasserschutz der Mangfall seien nun auch kleinere Fließgewässer wie Hammerbach oder Mühlbach teils wieder freigelegt worden.

Um die Altstadt besser an die Mangfall anzubinden, wurden für die Landesgartenschau sieben neue Brücken und ein Aussichtssteg gebaut. Zudem rückt die Bebauung nach dem Hochwasserschutz wieder näher an die Mangfall heran. Die Stadt Rosenheim räumte dafür mehrere bebaute Grundstücke. "Andere Flächen im Auenbereich werden begrünt und dienen künftig der Freizeit", sagte Voß.

In Rosenheim richtete zuletzt 2005 ein Hochwasser größere Schäden an. Während die Wassermassen des ebenfalls durch die Stadt fließenden Inns durch Staustufen kontrolliert abfließen können, kam es an der Mündung der Mangfall in den Inn wegen des Rückstaus regelmäßig zu Überflutungen. Diese Gefahr ist nun nach Überzeugung des Wasserwirtschaftsamtes gebannt, das an der Planung der Landesgartenschau beteiligt war.

Die Landesgartenschau unter dem Motto "Inn-Spirationen" will einen Brückenschlag der Menschen zu ihren Flüssen herstellen. Die neuen Brücken und Stege sind Hauptbestandteile des architektonischen Konzeptes. Die Rosenheimer sollen so ihre Flussufer zurückerobern. Zum Gelände der Landesgartenschau gehören auch ein großer Kinderspielplatz samt Kinderkajakstrecke und ein Apothekergarten mit heimischen Heilkräutern. Es gibt Fahrten mit einer Innplätte, einer Art Floß. Ein gut vier Kilometer langer Rundweg verbindet das Ausstellungsgelände mit den Sehenswürdigkeiten der Stadt.

dpa

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