Kündigung des Kooperationsvertrags mit Ismaik: So hat 1860 hat entschieden

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Kein Rumeiern, sondern Konjunkturhilfen für Bauern, fordert Gerd Sonnleitner.

Sonnleitner fordert Konjunkturhilfen für Bauern

Herrsching - Bauernpräsident Gerd Sonnleitner hat seine Forderung nach einer Beteiligung der Landwirtschaft am Konjunkturprogramm des Bundes bekräftigt.

Landwirtschaftliche Produkte stünden unter einem enormen Preisdruck, während die Produktionskosten stark stiegen, erläuterte Sonnleitner laut Mitteilung bei der Landesversammlung des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) am Donnerstag in Herrsching am Ammersee. “Dies ist eine gefährliche Schere und hier müssen dringend Entlastungsmaßnahmen auf den Weg gebracht werden.“

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte seine Teilnahme in Herrsching wegen aktueller Entwicklungen bei der BayernLB kurzfristig abgesagt. Die rund 200 Delegierten reagierten allerdings angesichts der schweren Lage der Bauern von den Ferkelzüchtern bis zu den Milchbauern enttäuscht. An Seehofers Stelle sprach Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) zu den Bauern. Es sei schmerzlich, dass die Anhebung der Milchquote nicht verhindert werden konnte, sagte Brunner laut Redemanuskript. Allerdings habe der Milchfonds, der bei steigenden Milchmengen besonders kleine Höfe in Rand- und Berglagen unterstützen soll, gegen den Widerstand von Mitgliedsstaaten durchgesetzt werden können. “Wir müssen nun aus den Beschlüssen das Beste machen.“

Sonnleitner bezeichnete den Beschluss zur Anhebung der Milchquote als “absolut marktwidrig“. “Unter diesen momentan höchst schwierigen Marktbedingungen ist das pures Gift.“ Zugleich kritisierte er die Kürzungen der Direktzahlungen bei der weiteren Umsetzung der Agrarreform von 2003. Land- und Forstwirtschaft brauchten eine verlässliche Politik, um planen zu können. “Verlässlichkeit bis 2013“ sei 2003 signalisiert worden, sagte der Präsident des Deutschen und des Bayerischen Bauernverbandes. Jetzt aber sei von den Kürzungen der Direktzahlungen in Bayern jeder zweite Betrieb betroffen. Auf die bayerischen Bauern kommen Kürzungen von 14 Millionen Euro im nächsten Jahr zu, bis zum Jahr 2012 sollen sie auf 35 Millionen Euro jährlich anwachsen.

dpa/lby

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