Mit Kommando „Fass!“

Streit wegen Stromrechnung eskaliert: Mann hetzt Hund auf seine Partnerin

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Als die Auseinandersetzung zwischen einem 40-Jährigen aus dem Landkreis Augsburg und seiner Partnerin eskaliert, hetzt er die gemeinsame Dogge auf die Frau.

Schwabmünchen - Wegen eines brutalen Angriffs auf seine Lebensgefährtin und deren 18-jährigen Sohn stand am Mittwoch ein 40-jähriger Mann aus dem südlichen Landkreis Augsburg vor Gericht. 

Wie die Augsburger Allgemeine berichtete, war der Mann wegen eines Vorfalls angeklagt, der sich im November 2016 ereignete. Damals war es zwischen dem Angeklagten und seiner zu diesem Zeitpunkt 40 Jahre alten Partnerin zu einem Streit gekommen - laut der Frau war der Auslöser eine hohe Stromrechnung. 

Kommando „Fass!“: Mann hetzte Dogge auf seine Partnerin

Als die 40-Jährige während der Auseinandersetzung das Handy ihres Lebensgefährten auf den Boden warf, eskalierte der Streit: Ihr Partner verschloss die Wohnungstür, warf sie aufs Sofa und würgte sie. Doch damit nicht genug: Der wütende Mann hetzte anschließend den gemeinsamen Hund auf seine Partnerin. Mit dem Kommando „Fass!“ brachte er die Dogge zum Angriff. Nachdem der große Hund mehrmals zugebissen hatte, schlug der rasende Mann mit der Faust und einem Bambusstock auf seine Freundin ein. 

Als schließlich der älteste Sohn der Frau nach Hause kam, stellte er den Angeklagten wegen der Verletzungen seiner Mutter zur Rede - erneut brach daraufhin ein Kampf aus. Der Sohn setzte schließlich einen Notruf ab, die Polizei beendete die Gewalt. 

Eindeutige Beweisbilder: Hundebisse an Beinen und Füßen 

Vor Gericht schilderte die Frau die Ereignisse mit zittriger Stimme.  Beweisbilder bestätigten ihre Geschichte: Hundebisse an Beinen und Füßen, eine Beckenprellung und Hämatome.

Der Angeklagte selbst hat allerdings eine ganz andere Sicht der Dinge - und bemängelt, dass es keine Zeugen gebe. Angeblich habe seine Partnerin ihm bei der Auseinandersetzung das Gesicht zerkratzt. Da er angeblich lauthals um Hilfe gerufen hatte, unterstellt er seinen Nachbarn unterlassene Hilfeleistung.

Das Gericht verurteilte den Angeklagten, der zusätzlich wegen dem illegalen Gebrauch von Betäubungsmitteln angeklagt war, schließlich zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahre und sechs Monaten. In seiner Urteilsbegründung erklärte der Richter, dass der 40-Jährige  „mit ganz erheblicher Gewalt gehandelt“ habe und die psychischen Folgen für seine Partnerin enorm seien.

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nema

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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