Mehrere Tage ohne Post

Darum wurden in einer oberfränkischen Gemeinde keine Briefe mehr zugestellt

Drei Tage lang bekamen die fast 1000 Einwohner einer oberfränkischen Gemeinde keine Post. Den Grund bezeichnete der Bürgermeister als „unglücklichen Zufall.“

Kulmbach - Kleine Ursache, große Wirkung: Weil sich eine Postbotin einen Finger gequetscht hat und daraufhin krankgeschrieben war, bekamen die fast 1000 Einwohner der oberfränkischen Gemeinde Harsdorf (Landkreis Kulmbach) drei Tage lang keine Post. Das berichtet der „Nordbayerische Kurier“ (Freitag). Das Blatt zitierte auch einen Sprecher der Deutschen Post AG, wonach es infolge einer Grippewelle keinen Ersatz für die erkrankte Postbotin gegeben habe.

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Bürgermeister Günther Hübner (CSU/Offene Liste) beklagte, am Donnerstag, Freitag und Samstag vergangener Woche sei in der gesamten Gemeinde keine Post ausgetragen worden. Er bezeichnete den Vorgang als „unglücklichen Zufall“, die Post sollte ihre Briefträgerstellen besser besetzen. Ein Sprecher der Deutschen Post in München widersprach dem Bürgermeister. Die Zustellung sei nicht an drei, sondern an zwei Tagen ausgefallen. Die Postbotin habe sich am Freitag verletzt und konnte danach nicht mehr arbeiten.

Krankenstand bei Postzustellern ist hoch

Die Gewerkschaft Verdi in München bezeichnete laut dem Blatt die Personaldecke bei Postzustellern als sehr dünn. Der Krankenstand bei den Zustellern in Bayern liege mit durchschnittlich acht bis neun Prozent relativ hoch.

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dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Holger Hollemann (Symbolbild)

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