Debatte um eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium

Landkreise fordern Klarheit über Zukunft des Gymnasiums - für G9

München - G8 oder zurück zum G9? Die bayerischen Landkreise fordern eine rasche Entscheidung von der Staatsregierung. Mit dem achtjährigen Gymnasium scheinen die wenigsten zufrieden.

In der Debatte um eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium fordern die bayerischen Landkreise von der Staatsregierung rasche Klarheit. In den Landkreisen zeichne sich „sehr deutlich“ der Wunsch nach Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium ab, heißt es in einem Brief des Bayerischen Landkreistags an Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU). Die Landräte wiesen auf den mit dem G9 verbundenen finanziellen Mehraufwand und die Notwendigkeit staatlicher Finanzhilfen hin. Eine Parallelführung von G8 und G9 komme für die kleineren Gymnasien im ländlichen Raum nicht in Betracht.

„Als Schulaufwandsträger der Gymnasien brauchen wir verlässliche Rahmenbedingungen und eine Spur, in die unsere Schulen gesteuert werden können“, schrieben der Präsident des Landkreistags und Deggendorfer Landrat, Christian Bernreiter, sowie der Vorsitzende des Bildungsausschusses beim Landkreistag, Armin Kroder, an Spaenle. Zuletzt sprach Spaenle von einem „Dialog“, dessen Ende in Sicht sei. „Alle Argumente sind ausgetauscht, alle Interessenvertreter wurden gehört. Die Zeit ist reif für eine klare Entscheidung des Freistaats für das zukünftige bayerische Gymnasium“, sagte Bernreiter.

dpa

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