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Martin Wolf (61), Landrat von Pfaffenhofen, weiß wegen seines Gesundheitszustands noch nicht von seiner Wiederwahl.

Rätselraten um Gesundheitszustand des Wahlsiegers

Landrat weiß nichts von Wiederwahl: Pfaffenhofen wartet auf Gutachten

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Noch immer ist unklar, ob der im Amt bestätigte Landrat von Pfaffenhofen, Martin Wolf, seine Wiederwahl annehmen kann. Das gesamte Wahlprozedere liegt auf Eis, bis ein ärztliches Gutachten zu seinem Gesundheitszustand vorliegt.

Pfaffenhofen– Der 61-jährige CSU-Politiker liegt seit einem schweren Motorradunfall Anfang April im Krankenhaus. Bei der Landratswahl am 7. Mai wurde er mit fast 75 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Normalerweise hätte der Wahlsieger sieben Tage Zeit, die Wahl anzunehmen – aber erst, sobald ihm der Wahlleiter das Ergebnis mitgeteilt hat. „Diese Frist läuft noch nicht“, erklärte Karl Huber, Sprecher des Landratsamtes gegenüber unserer Redaktion. Wahlleiter Heinz Taglieber habe den Landrat am Donnerstag am Krankenbett besucht, Wolf sei ansprechbar, eine formelle Mitteilung des Wahlergebnisses sei aber nicht möglich gewesen.

Jetzt soll geklärt werden, ob der Landrat überhaupt geschäftsfähig ist. Derzeit fungiert ein Familienmitglied als Betreuer. Geschäftsfähig oder nicht – das hängt von einem amtsärztlichen Gutachten ab, das der Wahlleiter beim Amtsgericht Pfaffenhofen angefordert hat. Bis diese ärztliche Einschätzung vorliegt, könnte es mehrere Wochen dauern. Wie es dann weitergeht, kommentiert das Amt nicht: „Wir gehen Schritt für Schritt vor, was die Abarbeitung der Rechtsfragen angeht“, so Sprecher Huber.

Das Wahlrecht sieht bei Landräten eine Neuwahl binnen drei Monaten vor, falls die Wahl nicht rechtzeitig angenommen wird. Für die Situation in Pfaffenhofen, bei der die Mitteilung des Wahlergebnisses erfolglos bleibt, gibt es aber offenbar keine juristische Blaupause. „Es gibt keine vergleichbaren Fälle wie diesen“, erklärte gestern ein Sprecher der Regierung von Oberbayern, der dem Landratsamt übergeordneten Behörde. Das künftige Vorgehen liege weiter beim Wahlleiter.

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