„Schmerzhafter, grausamer und sinnloser Verlust“

Landsberger OB trauert um Todesopfer von Istanbul

Landsberg - Beim Terroranschlag von Istanbul waren auch zwei Oberbayern ums Leben gekommen. Landsbergs Bürgermeister Neuner sprach ihren Angehörigen nun sein Beileid aus.

Der Oberbürgermeister von Landsberg am Lech, Mathias Neuner (CSU), hat den Angehörigen der beiden Todesopfern des Istanbuler Silvesteranschlags aus Oberbayern sein Mitgefühl ausgesprochen. „Es macht einen tief betroffen, wenn ein so schreckliches Ereignis, das vermeintlich weit weg stattfindet, auf einmal in unmittelbare Nähe rückt“, sagte Neuner am Dienstag.

„Grausamer und sinnloser Verlust“

Die Männer im Alter von 25 und 28 Jahren aus Landsberg und dem nahen Kaufering waren bei dem Anschlag in der Silvesternacht ums Leben gekommen. „Ihre Familien, Angehörigen und Freunde müssen nun diesen schmerzhaften, grausamen und sinnlosen Verlust verkraften“, sagte Landsbergs Oberbürgermeister.

„Eigene Betroffenheit ändert sich“

Mit den Anschlägen in Nizza, Berlin und nun in Istanbul habe er für sich feststellen müssen, dass sich die eigene Betroffenheit ändere, erklärte Neuner. Das Entsetzen, die Erschütterung und der Schmerz träfen einen viel stärker, wenn die scheinbar anonymen Opfer aus den Nachrichten Namen und Gesichter bekommen. 

Bei dem Anschlag auf den Istanbuler Klub Reina waren am Neujahrsmorgen 39 Menschen getötet worden, etwa 70 wurden verletzt. Ein bislang unbekannter Angreifer war gegen 1.15 Uhr in die Diskothek gestürmt und hatte in die feiernde Menge geschossen. Nach etwa sieben Minuten war das Massaker vorbei, der Attentäter entkam. Am Montag bekannte sich der IS zu dem Anschlag.

dpa/fn

Rubriklistenbild: © AFP

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