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Kurioser Fall

Frau geht "Sexpolizisten" auf den Leim

Landshut - Ein Mann hat sich in Landshut als „Sexpolizist“ ausgegeben und so eine 22-Jährige zum Intimverkehr überredet. Das Verfahren wurde jedoch eingestellt.

Ein 23-Jähriger hat sich in Landshut als "Sexpolizist" ausgegeben. Der Fall spielte sich so ab: Ein 22-jährige Frau hatte im Internet einen 21-Jährigen kennengelernt und war mit diesem in einer Landshuter Wohnung intim geworden. Im Hausflur hing ein Zettel mit der Aufschrift: „Kein Sex zwischen 15 und 17 Uhr.“ Prompt wurde das Schäferstündchen unterbrochen. An der Wohnungstür stand der 23-Jährige und gab sich in der Uniform eines Sicherheitsdienstes als „Sexpolizist“ aus.

Der Frau drohe eine Anzeige wegen Ruhestörung, es sei denn, sie zahle sofort 60 Euro und werde auch mit ihm intim, soll der Mann gesagt haben. Die junge Frau ging darauf ein. Später vertraute sich die 22-Jährige ihren Eltern an und erstattete Anzeige gegen beide Männer. Während des Prozesses stellte sich heraus, dass das Duo die Tat geplant hatte. Die Frau räumte bei der Verhandlung ein, dass der Sex mit dem ersten Mann freiwillig war.

Das Verfahren gegen den 23-Jährigen "Sexpolizisten" wegen Erpressung und Nötigung wurde vom Amtsgericht Landshut nun eingestellt. Der stellvertretende Direktor des Gerichts, Markus Brümmer, bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der „Passauer Neuen Presse“. Grund sei, dass dem Mann in einem anderen Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eine längere Haftstrafe drohe.

Die Angeklagten müssen nun die Anwaltskosten der Frau bezahlen und ihr das Geld zurückgeben.

dpa

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