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BMW plant Mega-Fabrik in Niederbayern und macht Tesla Konkurrenz – Landwirte entsetzt

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Auf den Äckern im Gäuboden plant BMW eine Mega-Batteriefabrik
Die Äcker zwischen Irlbach und Straßkirchen in Niederbayern © Wikipedia/Donaulistig

Bayerns Antwort auf die Tesla-Gigafactory in Brandenburg: In Niederbayern plant BMW ein riesiges Akkuwerk – inmitten wogender Getreidefelder. Vor Ort ist man zwiegespalten.

Straubing-Bogen - Der Gäuboden mit den fruchtbarsten Böden Bayerns im Landkreis Straubing-Bogen ist die Kornkammer des Freistaats. Hier werden Braugerste, Zuckerrüben oder Gurken angebaut, im Hintergrund plätschert die Donau vor der Kulisse der Bayerwald-Berge dahin. Inmitten dieser Bauern-Idylle plant der Automulti BMW eine riesige Fabrik für Autobatterien, die die neuen Elektro-Modelle der weiß-blauen Autoschmiede antreiben sollen.

Die Nähe der beiden bestehenden BMW-Werke in Regensburg und Dingolfing, in denen die neuen Elektrorenner zusammengeschraubt werden, war ausschlaggebend für die Wahl des Standortes. Auch das Stammwerk in München soll mit Hochvoltbatterien aus Niederbayern beliefert werden.

BMW-Fabrik soll ab 2024 gebaut werden – kleiner als Tesla-Werk in Brandenburg

Gestern gab BMW den Kauf des 105 Hektar großen Geländes auf den Fluren der Gemeinden Irlbach und Straßkirchen (Landkreis Straubing-Bogen) bekannt. Zum Vergleich: Die Gigafactory in Brandenburg ist 300 Hektar groß. Baubeginn für die BMW-Batteriefabrik soll 2024 sein. 1000 Arbeitsplätze sollen dort entstehen.

Ähnliche Batteriefabriken für E-Autos errichtet BMW auch im ungarischen Debrecen, nahe dem US-Werk Spartanburg, in Mexiko und in China. Weil die Akkus groß und schwer sind, versuchen Autobauer sie möglichst nahe an den Autowerken anzusiedeln.

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Kommunalpolitiker begrüßen Fabrikpläne

Die Landräte der Region nahmen die geplante Ansiedlung der Großfabrik im Ackerland positiv auf, die Gemeinde Straßkirchen, die an der B8 Straubing-Passau liegt, erhofft sich den Bau einer lang ersehnten Umgehungsstraße.

Das BMW-Werk in Regensburg
Das BMW-Werk in Regensburg © Wikipedia/Strehl

Doch es gibt auch Kritiker: Vor Ort hat sich vor einem Monat eine Bürgerinitiative namens „Lebenswerter Gäuboden“ gebildet, die sich für den Erhalt der Ackerfläche vor Straßkirchen einsetzt und Unterschriften sammelt. „Der von der BMW Group angestrebte Bau eines Werkes zur Montage von Hochvoltbatterien für die E-Mobilität wird unserem Dorf und der gesamten Region einen gewaltigen Strukturwandel aufzwingen“, kritisieren die Gegner.

Im Spätsommer 2023 startet das Bürgerbegehren in Niederbayern - und das Mega-Projekt von BMW wackelt.

Auf der Fabrikfläche wird noch Nahrung für 4000 Menschen produziert

Die Ackerfläche, die geopfert werden soll, würde 4000 Menschen ernähren. Man macht sich auch Sorgen um die Verkehrszunahme und Lichtverschmutzung. Es gab bereits mehrere Protestaktionen. Bei BMW versucht man, die Gegner zu beschwichtigen: „Die Experten der BMW Group arbeiten zusammen mit Architekten an schlüssigen Architekturkonzepten, die die lokalen Gegebenheiten dem Einsatz regionaler Rohstoffe und Recycling-Materialien und eine stimmige Außenbeleuchtung zur Reduktion von Lichtemissionen berücksichtigen“, hieß es gestern in einer Pressemitteilung.

Die flachen Gebäudestrukturen mit teils begrünten Dächern sollen sich gut in das Landschaftsbild einfügen. Es sind auch Photovoltaikanlagen auf den Dächern geplant. „Um die Bebauung der Fläche zu kompensieren, entstehen ökologische Aufwertungsmaßnahmen im Nahbereich des geplanten Standorts.“

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